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Krefeld
Ex-KFC-Präsident Lakis will Krefeld verlassen

Krefeld: Ex-KFC-Präsident Lakis will Krefeld verlassen
Lakis (rechts) mit seiner spektakulärsten Verpflichtung Ailton. FOTO: woi
Krefeld. Die Immobilien der Lakis Group an der Cracauer Straße stehen zum Verkauf. Ihn zieht es mit seiner Familie nach Köln. Von Oliver Schaulandt

Der in diesem Jahr aus seinem Amt als Vorsitzender des Fußballvereins KFC Uerdingen ausgeschiedene Agissilaos "Lakis" Kourkoudialos wird Krefeld in absehbarer Zeit den Rücken kehren. Seine vor gut drei Jahren erworbene Immobilie an der Cracauer Straße, in der unter anderem sein Unternehmen, die Lakis Group, seine Räumlichkeiten hat, steht im Internet zum Verkauf. Den griechischen Unternehmer zieht es aus privaten Gründen nach Köln, wo seine Partnerin, mit der er zwei Kinder hat, herkommt. Er suche in der Domstadt ein Haus oder wolle dort vielleicht auch selbst bauen, sagte Lakis auf Nachfrage unserer Redaktion. Einen konkreten Zeitpunkt für seinen Wegzug nannte er nicht, sagte lediglich, dass er sich bei der Suche in Köln Zeit lassen wolle, um eben ein entsprechendes Haus zu finden.

Vor gut drei Jahren hatte Lakis die Immobilie im Stadtteil Cracau, in der früher die Post eine Filiale unterhalten hatte, erworben und sie großzügig umgebaut. Etwa zur gleichen Zeit hatte er seinen eigentlichen Firmensitz aus Neuss nach Krefeld verlegt und war auch privat in die Seidenstadt gezogen. Diesen Wohnsitz dürfte er dann wohl ebenfalls aufgeben.

2008 hatte Lakis den KFC Uerdingen als Vorsitzender übernommen, ihm gut achteinhalb Jahre vorgestanden und sich auch als Geldgeber dort engagiert. Nach eigenen Angaben habe er rund vier Millionen Euro in den Verein investiert - wie viel er davon noch erstattet haben möchte bzw. ob und in welcher Höhe der KFC dieses Geld zurückerstatten muss, ist derzeit nicht bekannt. Die Rede ist offenbar von rund zwei Millionen Euro an Forderungen seitens Lakis. Zwei Aufstiege, zwei Abstiege, 20 Trainer und schier unzählige Spieler hat er in dieser Amtszeit erlebt - und sogar selbst einmal gespielt. Seiner Abwahl kam Lakis mit seinem Rücktritt zuvor; der Verwaltungsrat des Clubs, der den Vorsitzenden abberufen kann, hatte beabsichtigt, sich dies in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung von den Mitgliedern legitimieren zu lassen. Nachfolger wurde der russische Unternehmer Mikhail Ponomarev, der zuvor zweiter Vorsitzender war; er ist zunächst bis zum 1. Oktober 2017 benannt.

Bereits zuvor hatte sich der Grieche weitestgehend aus der Wahrnehmung rund um den Fußball-Oberligisten zurückgezogen und seinem Nachfolger die Geschicke überlassen. Zuletzt wurde bekannt, dass er sich jetzt beim Ligakontrahenten TV Jahn Hiesfeld engagiert - als Pate des von ihm einst aus Griechenland verpflichteten griechischen Abwehrspielers Ioannis Alexiou, der beim KFC Uerdingen keinen Vertrag mehr erhalten hatte.

Quelle: RP
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