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Krefeld
Experten informieren über die neue Einteilung in Pflegegrade

Krefeld. Am Welt-Alzheimertag, 21. September, erklären Experten ab 14 Uhr im Wiedenhof das neue Gesetz und das geänderte Begutachtungsverfahren. Von Bärbel Kleinelsen

Zum 9. Gerontopsychiatrietag lädt die Psychosoziale Arbeitsgruppe (PSAG) am Mittwoch, 21. September, ins Begegnungszentrum Wiedenhof an der Mühlenstraße 42 ein. Aus aktuellem Anlass beantwortet der Tag diesmal Fragen rund um das neue Pflegestärkungsgesetz, das ab Januar 2017 greifen wird und dessen Details selbst für Experten schwer zu verstehen sind. So ist vielen davon Betroffenen bislang hauptsächlich eins im Kopf geblieben: Alles soll besser werden. Die vor allem von Angehörigen von Demenzkranken häufig als ungerecht empfundenen Pflegestufen werden abgeschafft und von deutlich differenzierteren Pflegegraden abgelöst. Damit gehört auch die Pflege nach vorgegebenen Minuten der Vergangenheit an. Künftig wird die Frage lauten: "Was kann der zu Pflegende noch selbst und in welchem Maße?".

Als "Meilenstein" für die Pflegebedürftigen und ihre Helfer bezeichnete Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe das neue Gesetz. Ursula Rathai ist Betroffene und pflegt seit Jahren ihren Mann. Sie freut sich über die künftig ausgewogenere Beurteilung der Pflegebedürftigkeit und hat keine Angst vor der Umstellung. "Das wird schon klappen. Da bin ich optimistisch."

Ihren Optimismus teilt Roland Angenvoort, stellvertretender Regionaldirektor der AOK Rhein-Kreis Neuss, Krefeld. Er weiß aber auch, dass die Umstellung der Software, die dann die zu Pflegenden den richtigen Pflegegraden zuordnet, für die Experten bei den zuständigen Krankenkassen harte Arbeit bedeutet. "Das ist wirklich nicht ohne, was dort gerade geleistet wird." Auch für ihn sei das neue Gesetz nicht einfach zu verstehen gewesen. Deswegen freue er sich nun, bei dem Gerontopsychiatrietag sein Wissen als einer der Dozenten an die Teilnehmer weitergeben zu dürfen.

80 Interessierte, egal ob Pflegende oder Profis, können an der Veranstaltung teilnehmen, 30 Plätze sind noch frei. Besonders interessant dürfte das Thema für diejenigen oder ihre Angehörigen sein, die nach den Vorgaben des neuen Gesetzes begutachtet werden.

"Wir freuen uns, dass wir mit Dr. Corinna Bürger eine Hausärztin als Dozentin gewinnen konnten, da sich viele mit ihren Fragen wahrscheinlich an ihre Hausärzte wenden werden", sagt Susann Kornack, Sprecherin der PSAG - Untergruppe Gerontopsychiatrie. Mit einem Workshop, in dem Nadine Cujai das neue Begutachtungssystem an Praxisbeispielen erklärt, endet der Gerontopsychiatrietag.

Anmeldungen bei Nadine Cujai unter Telefon 02151 334 5277

Quelle: RP
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