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Krefeld
Fahrbahn Am Flohbusch: Schlimmer als ein Flickenteppich

Krefeld: Fahrbahn Am Flohbusch: Schlimmer als ein Flickenteppich
Mit einem Zollstock weist Willi Ahlmann auf Löcher im Straßenbelag hin, die nur so aufgefüllt wurden, das sie keine Gefahrenstellen mehr darstellen. FOTO: lez
Krefeld. Anlieger Willi Ahlmann hat sich wegen der Löcher auf der Straße einen Meniskusriss zugezogen und will die Stadt für alle Sach- und Körperschäden verantwortlich machen. Von Jochen Lenzen

Im Vergleich zur südlichen von zwei "Am Flohbusch" genannten Querstraßen der Moerser Straße ist ein Flickenteppich ein feiner, ebenmäßiger Bodenbelag. "Wir sind vor 25 Jahren hierhin gezogen, und seit etwa 20 Jahren bestehen beträchtliche Schäden an der Fahrbahn. Seit etwa fünf Jahren hat sich der Zustand nochmals verschlechtert", sagt Anlieger Willi Ahlmann. Er ist im Dezember 2015 auf der Fahrbahn - einen Gehsteig gibt es nicht - derart gestürzt, dass er sich, wie sich aber erst im Herbst 2016 nach einem Arztbesuch herausstellte, einen Meniskus angerissen hatte. Inzwischen operiert, plagen ihn bis heute chronische Schmerzen.

Im Januar 2016 wandte sich Ahlmann an den Oberbürgermeister, nachdem er "trotz vieler Versuche bei der Ihnen untergeordneten Behörde" nicht weitergekommen war. Das Einzige, was seitdem hin und wieder passierte, seien Flickarbeiten gewesen. "Bis zu 15 Zentimeter tiefe Löcher sind nur zum Teil und nicht bis zur Höhe der Fahrbahndeckschicht aufgefüllt worden", sagt Ahlmann und weist mit dem Zollstock auf derartige Stellen.

"Neben den Fußgängern sind aber auch die vielen Kinder gefährdet, die hier täglich mit ihren Fahrrädern zum Montessori-Schulzentrum und wieder zurück fahren", unterstreicht Ahlmanns Frau Petra die Situation. "Wir wünschen uns nur eine Fahrbahn, wie sie hier in der Nachbarschaft am Heidedyk hergerichtet wurde", sagt die 62-Jährige."

Willi Ahlmann hatte schon acht Tage nach seinem Schreiben vom Januar 2016 Antwort erhalten: Der Geschäftsbereich Planung, Bau und Gebäudemanagement sei gebeten worden, die Angelegenheit zu prüfen und sich kurzfristig mit ihm in Verbindung zu setzen.

Am 10. August dieses Jahres teilte ihm die Verwaltung mit, eine Grunderneuerung der Straße sei nicht vorgesehen. "Dieser Straßenraum wird jedoch im Rahmen der knappen Ressourcen der Stadt Krefeld verkehrssicher gehalten. Die festgestellten Gefahrenstellen werden also weiterhin umgehend beseitigt." Damit handelt die Stadt satzungskonform, ändert aber nichts an dem desolaten Straßenzustand. Ahlmann antwortete am 14. August, er werde "die Stadt für alle Sach- und Körperschäden verantwortlich machen" und: "Ich erwarte Ihre Stellungnahme bis spätestens 30. 8. mit einem nachvollziehbaren Reparaturplan." Er wartet immer noch.

Quelle: RP
 
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