| 00.00 Uhr

Krefeld
"Familie Harbs Schicksal nicht instrumentalisieren"

Krefeld. Sie sind nach eigenen Angaben die Vertrauenspersonen der Krefelder Familie Harb: Hans Butzen (SPD) und Christoph Bönders von der Ausländerrechtlichen Beratungskommission (ABK). Der SPD-Ratsherr und der stellvertretende Vorsitzende des Flüchtlingsrates seien von der Familie des bereits in die Türkei abgeschobenen Adnan Harb, der mehr als 30 Jahre in Krefeld gelebt hat, gebeten worden, sie in den Gesprächen mit der Stadt und speziell der Ausländerbehörde zu begleiten und zu unterstützen.

"Wenn die Vertreter von CDU und FDP behaupten, Oberbürgermeister Frank Meyer mache sich im Fall Harb einen schlanken Fuß, sollten sich Frau Römer und Herr Ott zunächst an die eigene Nase fassen", erklärten die beiden gestern. CDU und FDP waren irritiert, dass die libanesisch kurdische Familie Harb offenbar bereit sei, einen türkischen Pass zu akzeptieren. Nach Auffassung von Bönders und Butzen setzt sich Meyer persönlich gemeinsam mit Ulrich Cyprian und den Mitarbeitern der Ausländerbehörde für eine humanitäre und vor allem rechtssichere Lösung für die gesamte Familie Harb ein.

"Persönliche Schicksale in einer parteipolitisch motivierten öffentlichen Auseinandersetzung zu missbrauchen, sind weder für die Familie Harb hilfreich noch Ausdruck eines humanitären Bewusstseins", meinen Bönders und Butzen.

(sti)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: "Familie Harbs Schicksal nicht instrumentalisieren"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.