| 19.57 Uhr

Krefeld
Fans der Krefeld Pinguine demonstrieren vor Ratssitzung

Krefeld Pinguine: Fan-Protest bei Ratsitzung
Krefeld Pinguine: Fan-Protest bei Ratsitzung FOTO: Lothar Strücken
Krefeld. Vor der Ratssitzung in Krefeld am Donnerstagabend halten rund 500 Fans der Pinguine eine Mahnwache ab und stimmen auf dem Theaterplatz Fangesänge an: "Wir wollen den Mietvertrag", singen sie. Auch bei der Sitzung sind sie dabei. Die Fans sprechen sich für den Erhalt der Stadt als Standort für Eishockey in der Deutschen Eishockey-Liga aus.

Hintergrund sind die schwierigen Verhandlungen zwischen der Krefeld Pinguine GmbH und der städtischen Tochtergesellschaft Seidenweberhaus GmbH als Betreiber des Königpalastes um den neuen Mietvertrag für die Spielstätte.

Am Theaterplatz schwenken die Fans schwarz-gelbe Fahnen, viele tragen Trikots des Teams. Mit Trommeln, Singen und Klatschen unterstützen sie ihre Forderungen nach einer Einigung im Mietstreit. Auch im Saal wird es rappelvoll: So voll war das Seidenweberhaus bei einer Ratssitzung noch nie. Die Fans stimmen auch dort laute Gesänge an. "Wir wollen den Mietvertrag", singen sie immer wieder. Bis zum frühen Abend ist alles friedlich, die Polizei ist im Saal präsent. 

Der Mietvertrag der Krefeld Pinguine GmbH für den Königpalast läuft zum 30. Juni 2015 aus. Beide Seiten wünschen sich eine Verlängerung des Kontraktes zu verträglichen Konditionen. Darüber gehen die Meinungen jedoch auseinander. Das letzte Angebot des Aufsichtsrates vom Seidenweberhaus lehnten die Pinguine am Mittwoch ab.

Beide stehen in wechselseitiger Abhängigkeit. Die Seidenweberhaus GmbH braucht die Pinguine als Hauptmieter des defizitär arbeitenden Königpalastes als Haupteinnahmequelle, die Pinguine die Arena als attraktive Spielstätte mit entsprechenden Vermarktungsmöglichkeiten. Jedoch befindet sich die Stadt Krefeld in einem Nothaushalt: Sie möchte den Eishockey-Standort Krefeld erhalten, kann dem Verein finanziell aber nur begrenzt entgegenkommen.

Die Zeit, eine Einigung zu erzielen, wird knapp. Bis zum 15. Februar 2015 müssen die Pinguine bei der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) eine Absichtserklärung in Form einer Bankbürgschaft von 100000 Euro hinterlegen, dass sie in der kommenden Saison weiter in der DEL spielen wollen. Die Gesellschafter der Pinguine fordern daher, dass vorher die Modalitäten für die Spielstätte geklärt sind. Den eigentlichen Mietvertrag müssen die Pinguine bis zum 24. Mai 2015 bei der DEL abgegeben haben, als Teil der Lizenzierungsunterlagen.

 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Krefeld: Fans der Krefeld Pinguine demonstrieren vor Ratssitzung


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.