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Krefeld
FDP für Entwurf zur Verlagerung des Straßenstrichs

Krefeld. Die Straßenprostitution an Ritter- und Neuer Ritterstraße ist seit zwei Jahren zwischen 6 und 22 Uhr verboten, da dieser Bereich zum temporären Sperrgebiet erklärt wurde. Aus einem Schreiben des Polizeipräsidiums vom 19. August geht hervor, dass aus Sicht der Polizei die Prostitution zurückgegangen und aktuell kein Problembereich zu sehen sei. Das steht im krassen Gegensatz zu der Wahrnehmung der dortigen Anwohner, die sich durch die Straßenprostitution extrem belästigt, gestört und beeinträchtigt fühlen. Aus diesem Grund hat die Fraktionsvorsitzendenkonferenz im Juni die Verwaltung der Stadt Krefeld um eine umfassende Information über die Situation zur Straßenprostitution im Bereich der Ritterstraße gebeten.

In der Sitzung des Verwaltungsausschusses am Donnerstag wurde dieser Bericht vorgelegt. Der Beschlussentwurf formuliert die Bitte an die Bezirksregierung Düsseldorf um Prüfung der Einrichtung eines zeitlich unbefristeten Sperrbezirks. Joachim C. Heitmann (FDP) informierte darüber, dass eine schwerpunktmäßige Verlagerung des Prostitutionsgebiets stattgefunden habe (gemäß Aussagen von Anwohnern), wodurch sich ein neuer Sachverhalt ergebe, der in einen neuen Antrag an die Bezirksregierung münde. Er plädierte mit Nachdruck dafür, die Verlagerung zu prüfen und auch die Anwohner mit einzubeziehen. Heitmann bat die Verwaltung, für die nächste Sitzung des Verwaltungsausschusses einen neuen Entwurf einzureichen.

Stephan Hagemes (Die Linke) schlug sogenannte Verrichtungsboxen als Lösungsmöglichkeit vor; eine Option, die bereits in Köln und Essen praktiziert würde. Barbara Behrs (Bündnis 90/Die Grünen) Antrag, man möge die Diskussion über die Problematik in den "Arbeitskreis Prostitution" verlagern, wurde abgelehnt. Britta Oellers (CDU) gab zu bedenken, dass "auch eine Ausweitung des Sperrgebietes das Thema der Straßenprostitution nicht lösen wird".

(vD)
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