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Krefeld
FDP verbindet Preisvergabe mit Kritik an Ausländeramt

Krefeld. Der "Preis für bürgerschaftliche Civilcourage" der Krefelder FDP geht an Angelika Kleinschmidt, Vorsitzende der Ausländerrechtlichen Beratungskommission. Zugleich kritisieren die Liberalen die Krefelder Ausländerbehörde und das deutsche Ausländerrecht, das zu "teils grotesken Fallkonstellationen" führen könne. Die Preisverleihung findet heute auf dem Dreikönigstreffen der FDP statt, mit dem die Freidemokraten alljährlich das politische Jahr eröffnen. Die Veranstaltung in der Gaststätte Gleumes, Sternstraße 12, ist öffentlich und beginnt um 19 Uhr.

Kleinschmidt habe sich mit Mut zum Querdenken und Standfestigkeit für die eigene Meinung hervorgetan, heißt es in der Begründung der Wahl. Als Vorsitzende der Ausländerrechtlichen Beratungskommission setze sie sich beharrlich, meinungsstark und gegen teils heftige Widerstände für die Belange von Menschen ein, denen Ausweisung oder gar Abschiebung drohten. "In einem rechtlichen Umfeld, dessen Regelungen zu teils grotesken Fallkonstellationen führen können, versucht ihre Kommission überall dort zu helfen, wo menschliche Härten und unnötige Schicksalsschläge drohen", so die FDP. Kleinschmidt und ihre Kommission hätten dies nicht zuletzt im Zusammenhang mit dem Fall Adnan unter Beweis gestellt. Hintergrund: Der Kurde Adnan C., der als 14-jähriger Flüchtling nach Krefeld kam und hier Jahrzehnte gelebt hat, ist in die Türkei abgeschoben worden, weil Ausländeramt und Gerichte zu der Überzeugung gekommen sind, er sei nicht, wie er angibt, libanesischer, sondern türkischer Staatsangehöriger ist.

Quelle: RP
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