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Krefeld
FDP zum Kesselhaus: "Die Verwaltung wirft Nebelkerzen"

Krefeld. Als Werfen von Nebelkerzen bezeichnen die Freien Demokraten die Informationspolitik der Stadtverwaltung. Oberbürgermeister Frank Meyer und Planungsdezernent Martin Linne sprächen offenbar nicht die selbe Sprache, wenn es um die Zukunft des Seidenweberhauses und des Theaterplatzes gehe. Oder steckt mehr dahinter? Die FDP Stadtmitte zeigt sich vor dem Hintergrund der jüngsten Äußerungen Linnes irritiert. Während einer Bürgerversammlung der Krefelder SPD habe er sich erneut für die Errichtung einer neuen Veranstaltungshalle im so genannten Kesselhaus im Mies-van-der-Rohe-Business-Park ausgesprochen und zugleich den Abriss des Seidenweberhauses gefordert. "Dabei hatte der Oberbürgermeister erst vor wenigen Wochen betont, dass es in dieser Frage noch keine Festlegung der Verwaltung gebe und dem Rat erst vor den Sommerferien eine Empfehlung vorgelegt werden solle, welche der drei geprüften und zur Diskussion stehenden Varianten von der Verwaltung favorisiert werde", sagte der Vorsitzende des FDP-Stadtbezirkeverbandes Mitte, Jürgen Wagner: "Während der Oberbürgermeister betont, es gebe noch keine favorisierte Lösung, plaudert sein Dezernent aus dem Nähkästchen. Das ist unseriös. Es stellt sich die Frage: Spricht Linne aus, was Meyer insgeheim denkt?"

"Im Gegensatz zu Linne sei die FDP Mitte der Meinung, dass ein neuer und zentraler Veranstaltungsort auf dem Theaterplatz eine Belebung für die Innenstadt bedeuten würden und die Bürger den Platz dann auch wieder nutzen könnte", so Wagner weiter. Linne bleibe weiter jede Antwort schuldig, was mit einem freigezogenen Seidenweberhaus passieren soll und wer die Abrisskosten übernehme.

(sti)
 
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