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Krefeld
Fernsehbilder aus der Notaufnahme

Krefeld: Fernsehbilder aus der Notaufnahme
Hautnah dabei: Mit Licht, Ton und Kamera verfolgen die Mitarbeiter der Produktionsfirma Janus TV die Operation der 40-jährigen Patientin Isabella aus Norddeutschland, deren Überbiss gerichtet wird.
Krefeld. Das neue TV-Format auf Kabel 1 zeigt Bilder aus dem Operationssaal der Malteser-Krankenhäuser: Am 18. Februar ist die erste Folge aus dem St. Josefshospital in Uerdingen zu sehen, eine weitere wird am 26. Februar gesendet. Von Norbert Stirken

Die Filmemacher hatten klare Vorstellungen von den Dreharbeiten im Uerdinger St. Josefshospital: Allzu viel Blut sollte für die Zuschauer nicht zu sehen sein. Seit Anfang Februar läuft bei Kabel 1 die neue Vorabendserie "Achtung Notaufnahme - Lebensretter im Einsatz". Ein Teil der Reality-Doku wurde im Malteser Krankenhaus St. Josefshospital gedreht. Erster Sendetermin mit einem Beitrag aus Uerdingen ist am Donnerstag, 18. Februar, ab 18.55 Uhr.

Die Anfrage lag uns schon gut eineinhalb Jahre vor, berichtet Kliniksprecher Patrick Pöhler, auf Anfrage unserer Redaktion. Dann kehrte zunächst Ruhe ein. Ein Jahr lang ließ die Produktionsfirma Janus TV nichts von sich hören. "Wir haben die Zeit genutzt, um intern zu überlegen, ob wir uns an der deutschlandweit ausgestrahlten Serie beteiligen sollen", sagte Pöhler. Immerhin seien die Dreharbeiten mit einigem Aufwand verbunden. Nicht nur die Ärzte und Krankenschwestern mussten ihre Zustimmung geben, sondern vor allem natürlich die Patienten ihr Einverständnis erklären, dass die Behandlung mit den Vorgesprächen, der Operation und der Nachbehandlung dokumentiert werden dürfe.

Das Uerdinger Krankenhaus ist Drehort für eine neue Fernsehserie auf Kabel 1 mit dem Titel "Achtung Notaufnahme". FOTO: Thomas lammertz

Patientin Isabella hat ihr Okay gegeben. Sie hat einen Überbiss. Der soll der 40-Jährigen vom Chefarzt der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Malteser Krankenhaus St. Josefshospital, Dr. Dr. Andreas Hammacher, gerichtet werden. Isabella ist dazu eigens aus Norddeutschland angereist, um sich in Krefeld operieren zu lassen. Dies ist eine der Operationen, die ein Kamerateam für die Sendung "Achtung Notaufnahme - Lebensretter im Einsatz" bei Kabel 1 begleitet hat. Bislang hat das Kamerateam zwei verschiedene Eingriffe gefilmt. "Für uns alle ist das ein spannendes Projekt", berichtet Hammacher.

Insgesamt sieben Drehtage hat das Team den Alltag in den drei Malteser Kliniken in Uerdingen, sowie im St. Anna in Duisburg-Huckingen und im St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg begleitet. Knapp drei Tage war das Team bei den beiden Eingriffen in Uerdingen dabei. "Für uns ist es schön, dass die Fernseh-Zuschauer den Klinikalltag erleben. Das Kamerateam war beim Vorgespräch mit dem Patienten dabei, hat die Einleitung in den OP und die Operation an sich gefilmt und war auch im Anschluss bei der Visite auf dem Zimmer dabei", berichtet Hammacher.

Dr. Dr. Andreas Hammacher, Chefarzt der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, im Interview mit Vertretern der Produktionsfirma. FOTO: MRR

Ausgestrahlt werden die Sendungen jeweils ab 18.55 Uhr und dauern 30 Minuten. Zunächst wurden 25 Folgen von der Produktionsfirma Janus TV geplant. "Sollten die Quoten auch weiterhin so gut sein wie bisher, ist eine Fortsetzung der Serie sehr gut möglich. Dann würden wir auch gerne wieder in Uerdingen drehen", erklärt die verantwortliche Redakteurin von Janus TV, Katrin Panholzer. Die Beiträge aus dem Uerdinger Krankenhaus sind zwischen acht und neun Minuten lang und werden in mehreren kurzen Episoden gezeigt. Zum Konzept des Formats gehört, dass der Sender quasi zwischen unterschiedlichen Kliniken hin und her schaltet.

"Wir können einem breiten Publikum zeigen, welche Behandlungen in unserem Haus möglich und wie unsere Qualitätsstandards sind", erklärte Pöhler. Für die Malteser Rhein Ruhr als Krankenhausträger sei die Teilnahme an der Serie eine gute Gelegenheit, sich imagefördernd darzustellen. "Die Beiträge werden vor der Ausstrahlung von uns autorisiert", betont der Kliniksprecher.

Quelle: RP
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