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Krefeld
Feuerwehr startet Probebetrieb in der neuen Leitstelle

Krefeld. Auch wenn der Umzug der Krefelder Berufsfeuerwehr in die neue Hauptfeuer- und Rettungswache erst in einigen Wochen bevorsteht, haben die ersten Feuerwehrleute in den neuen Räumen jetzt ihren Dienst begonnen. Die 3,8 Millionen Euro teure Leitstelle ist fertig und hat den Probebetrieb aufgenommen. Anfang März soll der Regelbetrieb starten. Bis dahin werden die verschiedenen Systeme und Komponenten durchgetestet, denn später muss jeder Griff sitzen. Einen Parallel-Betrieb zwischen der im Vergleich sehr dürftigen Leitstelle an der Florastraße und der neuen Leitstelle wird es nämlich nicht geben. "Daher testen wir aktuell alle möglichen Szenarien. Logisch, dass wir dabei bis an die Schmerzgrenze gehen. Wir müssen wissen, wie die Technik unter starker Belastung funktioniert. Das Ziel: Keine Warteschleifen zu erhalten", schildert Kai Günther, stellvertretender Leiter der Krefelder Berufsfeuerwehr.

Der Blick ist imposant - sowohl in die Räume der Leitstelle, als auch aus ihr heraus. Sie ist im Gebäuderiegel A im zweiten Obergeschoss, direkt an der Straßenecke An der Feuerwache und Neue Ritterstraße. Hier landen alle Notrufe an die Feuerwehr und den Rettungsdienst samt Krankentransport direkt. Sechs Plätze sind im Kern, dem Leitstellen-Betriebsraum, untergebracht, plus ein Platz für den Schichtleiter. Hier können auf eine große Medienwand Stadt- und Lagekarten sowie Nachrichten projiziert werden. Die hochmoderne Technik, die nicht Bestandteil der PPP (Public-private-Partnership) war und getrennt davon ausgeschrieben wurde, steht im Hintergrund, verbaut unter den sehr hohen Europa-Normen in Sachen Betriebssicherheit. Bahnt sich eine Großschadenslage wie ein Sturm oder ein Hochwasser an, stehen den Mitarbeitern weitere acht Notruf-Abfrage-Plätze zur Verfügung. In der Wache an der Florastraße geschah das bislang in einem kleinen Raum hinter der Küche.

Ebenfalls in der Leitstelle untergebracht sind der Führungsstab und der Krisenstab der Feuerwehr sowie zahlreiche Büros, Ruhe- und Sozialräume. Bislang musste sich der Führungsstab Infos direkt von der Leitstelle besorgen, jetzt geschieht dies über Beamer und Smartboard auch räumlich voneinander getrennt. "Dadurch hat man immer ein Ohr an der Lage und jeder ist auf dem gleichen Stand", so Günther. Sollte irgendwann einmal erkannt werden, dass die Räumlichkeiten nicht ausreichen, kann der Komplex nach Osten baulich erweitert werden.

Der Rat der Stadt Krefeld gab nach einer zuvor erfolgten Ausschreibung im Oktober 2013 grünes Licht für das Projekt "Neubau und langfristige Bewirtschaftung der Hauptfeuer- und Rettungswache Krefeld". Ziel ist die schlüsselfertige Errichtung des neuen Stützpunktes, der eine optimale Struktur für den Betrieb sowie eine zeitgemäße Arbeitsqualität für die Einsatzkräfte bieten soll. Dies soll Ende Februar soweit sein. Das Vertragsverhältnis mit der SKE als privater Partner für das Projekt begann am 14. November 2013 und endet am 28. Februar 2046. Das Gesamtvolumen für Bau-, Betriebs- und Finanzierungsleistungen bei einer Laufzeit von 30 Jahren liegt bei etwa 85,4 Millionen Euro brutto, davon entfallen 37,5 Millionen auf das Bauvolumen, 47,9 Millionen auf die Finanzierungskosten und den Betrieb.

Quelle: RP
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