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Krefeld
Feyen knüpft Geschäftskontakte in Türkei

Krefeld. Der Seniorchef der Feyen Maschinen GmbH reiste mit der IHK nach Bursa und Istanbul: Dort reparierte er bei einer Betriebsbesichtigung spontan eine Maschine und hofft nun auf Wartungsaufträge.

Dieter Feyen von der Feyen Maschinen GmbH an der Gelleper Straße in Krefeld und Michael Haasner vom Unternehmen IST Industrielle System Technik in Geldern haben ihre Kompetenz unverhofft in der Türkei unter Beweis stellen können. Die beiden Unternehmer gehörten zu einer 20-köpfigen Gruppe, die mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein zu einer Reise nach Istanbul und Bursa aufgebrochen war.

"Bei einem unserer Unternehmensbesuche stellte sich heraus, dass Maschinen der deutschen Hersteller Küsters - für die Seniorchef Dieter Feyen früher tätig war - und Monforts im Einsatz waren, eine allerdings zu diesem Zeitpunkt Probleme machte", erklärt IHK-Außenwirtschaftsreferent Wolfram Lasseur, der die Gruppe begleitete. Weil beide Unternehmer die Maschine kennen, haben sie sofort einen Blick darauf geworfen - und sie wieder in Gang gebracht.

"Wir waren froh, dass wir der Firma helfen konnten", erklärt Michael Haasner. "Dadurch beweisen wir Flexibilität. Und wenn jetzt ein Auftrag folgt, hat sich die Reise doppelt gelohnt." Die Aussichten sind jedenfalls nicht schlecht: Das türkische Unternehmen denkt darüber nach, den Wartungsauftrag an die beiden deutschen Firmen zu vergeben. Für Dieter Feyen aus Krefeld wäre das unproblematisch: "Wir würden gerne die Wartung und Betreuung der Anlagen übernehmen, da wir einen Vertreter in der Türkei haben." Als sich Dieter Feyen vor fast 25 Jahren entschloss, seine eigene Firma für den Handel mit gebrauchten Spezialmaschinen zu gründen, trieb ihn nach Jahren im Angestelltenverhältnis der Wunsch, auch die unternehmerische Perspektive kennenzulernen. Feyen war zuvor in der Textilmaschinenfabrik Eduard Küsters als Serviceleiter tätig, ehe er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte. Angefangen im heimischen Büro, umfasst das Werk an der Gelleper Straße mehrere tausend Quadratmeter. Der Bedarf an Lagerfläche für die gebrauchten Metallbearbeitungs- und Textilmaschinen ist groß.

Neben den Firmenbesuchen und Matchings trafen sich die Unternehmer während der viertägigen Reise mit Vertretern der Stadtverwaltung und der Wirtschaftsförderung in Bursa. Außerdem informierten sich die deutschen Besucher über das Thema Ausbildung. Sie besuchten eine Schule, die von der örtlichen Industrie- und Handelskammer (BTSO) betrieben wird. Dort werden Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren nach den Anforderungen der Wirtschaft ausgebildet. "Bei einem Gegenbesuch im Oktober wollen sich die türkischen Unternehmen über das deutsche Ausbildungssystem informieren", erklärt Lasseur.

(RP/sti)
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