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Serie Parken In Stadtteilen
Fischeln: Zentral nur 50 Dauerstellplätze

Serie Parken In Stadtteilen: Fischeln: Zentral nur 50 Dauerstellplätze
Robert Reichling, Vorsitzender des Werberings Fischeln vor dem Bunkerparkplatz. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Das "Straßendorf" ist auf jeden Stellplatz an der Lebensachse Kölner Straße angewiesen. Der Werbering wünscht mehr Parkraum durch Schrägstellen der Autos an geeigneten Straßen und außerhalb der Markttage auf dem Marienplatz. Von Jochen Lenzen

Fischeln Durch die derzeitigen Gleisbauarbeiten auf der Kölner Straße ist der ohnehin hohe Parkdruck in Fischeln noch stärker geworden, denn während der Arbeiten entfallen abschnittsweise die Stellplätze entlang der Fischelner Hauptverkehrsachse. "Wir sind als Straßendorf - anders als in Hüls und Uerdingen - darauf angewiesen, dass die Straße lebt. Wir brauchen dort die Buchten mit der Parkscheibenregelung für unsere Kunden, denn wir haben in Fischeln keine Parkhäuser", sagen Robert Reichling, Vorsitzender des Fischelner Werberings, und Sylvia Hafels, Inhaberin des anliegenden Raumausstatter-Geschäfts.

Während die Parkscheibenregelung an der zentralen Kölner Straße für eine Stunde gilt, dürfen Kunden an den Verlängerungen der Straße zwei Stunden parken, bevor es im weiteren Verlauf ohne Parkscheibe gestattet ist. Parkscheibenreglungen gibt es sonst nur noch im kurzen Abschnitt der Wedel- bis zur Wolfersstraße, an der Anrather- bis zur Rosenstraße und an der Marienstraße in Höhe des Marienplatzes. Zusätzlich ist Parken auf den firmeneigenen Plätzen von Volksbank und Sparkasse, Rewe, Penny und Aldi möglich - allerdings nur für Kunden und zeitlich begrenzt. Ansonsten ist das Parken an den Straßenrändern nicht eingeschränkt. Bewirtschaftete Stellplätze gibt es in Fischeln nicht.

Größere Flächen für Dauerparker stehen in Fischeln, dem mit rund 27.000 Einwohnern größten Krefelder Stadtteil - Tendenz steigend - kaum zur Verfügung. Direkt im Zentrum bietet nur der Platz am Bunker westlich des Marienplatzes gerade mal etwa 50 Stellplätze. Reichling und Hafels weisen aber auf zwei andere, deutlich weiter entfernte Dauerparkmöglichkeiten hin: am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium und - noch weiter entfernt - am Grundend, Ende der Eichhornstraße. Von dort müssten die Kunden aber mit der Straßenbahn ins Fischelner Zentrum fahren.

"Wir haben tatsächlich nicht viel Parkraum und müssen den vorhandenen daher unbedingt erhalten und über mögliche Ausweitungen nachdenken", sagt der Werbering-Vorsitzende. Wie sehr Fischeln auf jeden einzelnen Stellplatz angewiesen ist, verdeutlicht sein Hinweis auf die Glas und Papiercontainer am Bunkerparkplatz: Wenn die an anderer, nicht störender Stelle aufgestellt werden könnten, würden dort vier weitere Stellplätze frei.

Mehr Parkraum, so der Wunsch des Werberings, könnte geschaffen werden, wenn - wo immer möglich - Autos an Straßenrändern schräg abgestellt werden könnten. Auch sollte einmal darüber nachgedacht werden, den Marienplatz außerhalb der Markttage als Parkplatz freizugeben. Würde der Parksuchverkehr minimiert, käme es auch nicht mehr zu den langen Rückstaus auf der Anrather Straße: Dort sollte außerdem für die Linksabbieger in Richtung Krefelder Innenstadt die Grünphase verlängert werden. Aktuell geht es darum, auf der Kölner Straße die gut 15 Stellplätze gegenüber Penny und Netto zu erhalten, auch wenn dort eine barreirefreie Straßenbahnhaltestelle errichtet wird. Reichling: "Wir müssen uns in unserem Straßendorf mit allen Verkehrsteilnehmern arrangieren."

Quelle: RP
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