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Krefelds Naturparadiese
Flöthbach: Heimat der Großen Moosjungfer

Das sind Krefelds Naturparadiese
Das sind Krefelds Naturparadiese FOTO: Lammertz Thomas
Krefeld. Als jüngstes Naturschutzgebiet von Krefeld ist der Flöthbach nach einer Umgestaltung unter dem Thema "Renaturierung von Bachläufen" entstanden. Ziel war es, den ökologischen Zustand des Fließgewässers wieder herzustellen.

Es wurden Dämme zurückgebaut und der einst begradigte Bach renaturiert. 2008 wurde das Naturschutzgebiet mit einer Größe von 45 Hektar rechtskräftig.

Das Gebiet wird im Wesentlichen von der Aue des Flöthbachs und den umgebenden Erlenbruchwäldern und Feuchtgrünländern geprägt. Das Gewässer bietet Amphibien einen passenden Ort für die Reproduktion. Das Wasser lockt außerdem verschiedene Libellenarten an, wie die Große Moosjungfer, die auf der Roten Liste Deutschlands als "stark gefährdet" eingestuft wird. Ihre Art wird vor allem durch die Trockenlegung von Teichen und der Zufuhr von Schadstoffen bedroht.

Zu einer seltenen Vogelart im Naturschutzgebiet zählt der Eisvogel, der nahe des Gewässers lebt. In stark industrialisierten, dicht bevölkerten Regionen ist er mittlerweile eine ausgesprochene Seltenheit. Er profitierte vor allem durch die Maßnahmen, die extra vorangetrieben worden sind, um ihm einen neuen Lebensraum zu schaffen. Es wurden alte Pappeln gefällt, die zu den Flachwurzlern zählen. Das heißt, ihre Wurzeln breiten sich tellerförmig in den oberen Bodenschichten aus. Beim Fällen dieser Bäume wurde der Wurzelstamm aus dem Boden gezogen, zur Seite gekippt und stehengelassen. Die dadurch entstandene Steilwand eignet sich ideal für die Brut des Eisvogels.

Quelle: RP
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