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Krefeld
Flüchtlinge in der Kaserne Forstwald: Bürgerinformation am 18. Januar

Hintergrund: Flüchtlinge in Turnhallen
Hintergrund: Flüchtlinge in Turnhallen
Krefeld. Die Forstwalder haben lauthals über mangelnde Informationen zur geplanten Landesunterkunft für Flüchtlinge in der ehemaligen Kaserne geklagt. Jetzt steht der Termin fest, an dem Regierungspräsidentin Anne Lütkes persönlich in Krefeld in einer öffentlichen Veranstaltung über das Vorhaben berichten will - Montag, 18. Januar, ab 18 Uhr. Von Norbert Stirken und Carola Puvogel

Die Örtlichkeit stehe noch nicht fest, werde aber rechtzeitig bekannt gegeben, erklärte eine Sprecherin der Bezirksregierung Düsseldorf gestern auf Anfrage unserer Redaktion. Auch Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer habe sich den Termin freigehalten, sagte die Sprecherin.

Auf dem früheren Kasernengelände in Forstwald soll eine Leichtbauhalle gebaut werden, die als Notunterkunft für maximal 1000 Flüchtlinge dienen soll, wenn die Erstaufnahmeeinrichtungen (EAE) mit 10.000 Plätzen des Landes voll sind und auch die so genannten Zentralen Unterbringungseinheiten (ZUE), die aktuell 30.000 Plätze haben, keine Kapazitäten mehr haben. "Wir bauen also eine Unterbringung für bis zu 1000 Menschen, von der wir hoffen, dass wir sie nie brauchen", sagte ein Vertreter aus Düsseldorf vor wenigen Wochen in der Sitzung der Bezirksvertretung West. Die volle Zahl, also 1000, werde auf das Krefelder Kontingent angerechnet. Das soll ab Anfang April dieses Jahres gelten, sobald die Halle steht. In Krefeld sind derzeit rund 3000 Flüchtlinge untergebracht. Sobald die Notunterkunft des Landes startklar ist, würde es folglich keine weiteren Zuweisungen geben, Krefeld müsste also 1000 Flüchtlinge weniger aufnehmen. Ziel sei es auch, Turnhallen wieder für den Sport zugänglich zu machen. Nach dem Jahreswechsel sollen landesweit 10.000 Plätze in Turnhallen "zurückgegeben werden".

Quelle: RP
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