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Krefeld
Fördervertrag zwischen NRW und Theater

Krefeld. NRW-Kulturministerin Ute Schäfer und die Oberbürgermeister von Krefeld und Mönchengladbach, Kathstede und Reiners, haben die landesweit erste Fördervereinbarung für das Theater unterzeichnet. Neben den beiden kommunalen Trägern des Gemeinschaftstheaters Krefeld/Mönchengladbach sorgt als dritter Förderer auch das Land NRW dafür, dass das Zwei-Städte-Institut seine Aufgaben erfüllen kann. In der Spielzeit 2015/16 gibt das Land den Bühnen einen Betriebskostenzuschuss in Gesamthöhe von knapp 1,3 Millionen Euro. Davon fließt der größte Batzen in die Theaterarbeit, 216 000 Euro sind für das Orchester (Niederrheinische Sinfoniker) bestimmt. Von Dirk Richerdt

Bislang bestand auf Seiten des Theaters Krefeld und Mönchengladbach kein Rechtsanspruch auf diesen Landeszuschuss. Das hat sich seit gestern geändert, nachdem Ministerin Schäfer und die beiden Oberbürgermeister auf der 16. Etage im Ministerium in Düsseldorf die Fördervereinbarung unterzeichnet hatten.

"Es ist die erste Vereinbarung dieser Art im Land", betonte die Ministerin, "Sie übernehmen eine Pionierrolle in Nordrhein-Westfalen", sprach Ute Schäfer an die Adresse der beiden Oberbürgermeister. Sie sei sicher, dass viele weitere solcher Förderverträge folgen werden, betonte die Ministerin. Die Bühnen Bonn und Bielefeld stehen bereits in den Startlöchern. Die Fördervereinbarungen fußen auf dem am 1. Januar dieses Jahres in Kraft getretenen Kulturfördergesetz NRW.

OB Hans Wilhelm Reiners äußerte sich auch als Aufsichtsratsvorsitzender des Theaters, wenn er feststellte: "Unsere Theater-Ehe besteht im 65. Jahr. Das ist Beleg für solide Stabilität und bestärkt uns darin, dass wir am Niederrhein das Konzept,Theater mit Zukunft' auf den Weg gebracht haben." Dazu gehörten "die drei Säulen Krefeld, Mönchengladbach und das Land".

"Die Vereinbarung gibt dem Theater Planungssicherheit", stellte die Kulturministerin heraus. Das sehen Kathstede, Reiners und Intendant Michael Grosse genauso. Künftig könne man die zugesagten Mittel, die schwerpunktmäßig für theater- und orchesterpädagogische Projekte verwendet werden sollen, bis 2020 regelmäßig fest einplanen.

Krefelds OB Gregor Kathstede dankte der Ministerin, dass sie "die am Theater geleistete, gute und zuverlässige Arbeit gewürdigt" habe. Ohne Unterstützung durch das Land wäre diese Arbeit nicht möglich, räumte Kathstede ein.

Quelle: RP
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