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Krefeld
Forstwald: Kritik an anonymer Kläger-Gruppe

Krefeld: Forstwald: Kritik an anonymer Kläger-Gruppe
Ausschnitt auf der Internetseite der beiden Bürgervereine von Forstwald: Mit dem Logo "Stop. Klarstellung!" grenzen sich die Vereine von der anonymen Gruppe ab. FOTO: FowaBürg
Krefeld. Die Forstwalder Bürgervereine Forstwald e.V. und Holterhöfe e.V. weisen den Eindruck zurück, dass die anonyme Gruppe von Bürgern, die gegen die Flüchtlingsunterkunft in Forstwald klagen will, von den Bürgervereinen unterstützt wird.

"Wir haben mit dieser Initiative nichts zu tun", erklärte der Sprecher der Vereine, Michael Gobbers, auf der Internetseite "Forstwald". Sein Text wird von einem Stopp-Schild mit der Aufschrift "Klarstellung!" flankiert. Zugleich kündigte der Verein an, trotz Bedenken gegen die Unterkunft für 1000 Menschen die Flüchtlinge dort zu unterstützen.

Gobbers wirft der anonymen Initiative vor, den Eindruck zu erwecken, dass die Bürgervereine die Initiative mittragen und ihre Homepage zur Verfügung stellen. Gobbers: "Wir stellen klar, dass wir als Bürgerverein Forstwald diesen Aufruf weder mitinitiiert haben noch tragen werden. Wir werden unsere Homepage diesem Zweck nicht zur Verfügung stellen. Wir haben mit dieser Initiative nichts zu tun."

Hintergrund: Die Initiative, die anonym bleiben möchte und darauf auch auf Anfrage unserer Zeitung bestand, hatte bei der Bürgerinformation im Gymnasium Horkesgath mit der Düsseldorfer Regierungspräsidentin Anne Lütkes Flugblätter verteilt. Darauf wurde angekündigt, dass man Geld sammle, um gegen den Bau der Zeltstadt für 1000 Flüchtlinge zu klagen. Die Bürgervereine Forstwald und Holterhöfe sehen die Größe des Lagers auch mit Skepsis und Bedenken, positionieren sich aber doch ganz anders und kündigen an, auf die Flüchtlinge zuzugehen: "Wir halten die Standortentscheidung der Bezirksregierung Düsseldorf und auch die vorgesehene Größenordnung für unüberlegt und falsch", betont Gobbers, "wir haben uns jedoch zusammen mit dem Bürgerverein Holterhöfe dafür entschieden, für den Fall, dass die Notaufnahme tatsächlich in Betrieb genommen wird, den Flüchtlingen im Rahmen unserer Möglichkeiten Unterstützung und Hilfe anzubieten." Gobbers kündigt an, dass die beiden Bürgervereine "eng mit anderen Vereinen und Gruppen im Forstwald und Umgebung, den Kirchengemeinden und dem Flüchtlingsbeauftragten der Stadt Krefeld zusammenarbeiten".

(vo)
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