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Krefeld
Frauenkulturbüro wird 25: "Noch ist Handlungsbedarf"

Krefeld. Seit einem Vierteljahrhundert engagiert sich das Frauenkulturbüro (FKB) NRW, das seinen Sitz in der Krefelder Fabrik Heeder hat, für bessere Arbeitsbedingungen kunstschaffender Frauen. In den vergangenen 25 Jahren sei hinsichtlich der Repräsentanz von Frauen im Kulturbereich viel erreicht worden, finden die Vorstandsvorsitzende Ruth Seidl (MdL) und ihre Stellvertreterin Walburga Benninghaus (MdL), die ebenso wie Ulrike Minkenberg bei der jüngsten Mitgliederversammlung einstimmig wiedergewählt worden sind. Dennoch bestehe weiter Handlungsbedarf. Immer noch sei es für Frauen schwieriger, in Förderprojekte aufgenommen zu werden, an Stipendien, Preise oder in Spitzenpositionen zu gelangen. Für alleinerziehende Künstlerinnen sei der Spagat zwischen Kunst und Lebensunterhalt oft extrem schwierig.

Deshalb wollen die drei Vorstandsfrauen in ihrer weiteren Amtszeit erfolgreiche Zusammenarbeiten fortsetzen und auch neue Projekte anstoßen. Der "Internationale Künstlerinnenaustausch mit Georgien und Armenien", "Der Künstlerinnenpreis NRW", "Stipendien - Präsenz vor Ort für Künstlerinnen mit Kindern" sind Angebote, die kontinuierlich fortgesetzt werden sollen. Um die Entwicklung in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter zu beschleunigen, unterstützt das FKB Initiativen wie von Pro-Quote-Regie für den Film- und Fernsehsektor. Gezielte Förderprogramme wie Stipendien, Preise und vor allem enge Netzwerkstrukturen seien für die Karriereentwicklung notwendiger denn je, sagen Seidl und Benninghaus einmütig. Durch verstärkte bundesweite frauen- und kulturpolitische Aktivitäten - insbesondere durch die Ergebnisse der Studie zu Frauen in Kunst und Kultur - habe das FKB seinen Bekanntheitsgrad auch über NRW hinaus gesteigert. Das Frauenkulturbüro ist die einzige Einrichtung dieser Art in Deutschland. Im Jubiläumsjahr soll die Arbeit aber auch gefeiert werden: Einer der Höhepunkte soll das große Jubiläumsfest am Freitag, 26., und Samstag, 27. August, im Kulturzentrum Fabrik Heeder sein. Dazu werden zahlreiche Gratulanten aus Politik, Kunst und Kultur erwartet. Neben einem vielfältigen Programm aus Musik, Tanz und Film soll es auch ausreichend Gelegenheit geben, gemeinsam einen Blick in Vergangenheit und Zukunft des FKB zu werfen.

(ped)
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