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Krefeld
Friedensgespräche mit Meerbusch

Krefeld. Vertreter aus Rat und Verwaltung der Städte Krefeld und Meerbusch haben sich bei einem Gipfeltreffen im Krefelder Rathaus darauf verständigt, gemeinsam am Interkommunalen Gewerbegebiet weiterzuarbeiten. Die planerische Zukunft der Flächen dies- und jenseits der Autobahn 44 war übrigens einziger Tagesordnungspunkt - die Erweiterung des Krefelder Hafens auf Meerbuscher Gebiet und die Erschließung standen nicht zur Debatte.

Offiziell wollten sich die Vertreter der Runde, darunter die Stadtspitzen, Planungsdezernenten und die Fraktionsspitzen beider Städte, nicht zu den Inhalten des außergewöhnlichen Treffens äußern. Wie unsere Redaktion erfuhr, verlief das zweistündige Treffen, das um acht Uhr morgens im Krefelder Rathaus begann, äußerst harmonisch. Vereinbart wurde unter anderem, dass in dem neuen Interkommunalen Gewerbegebiet nur zu einem kleinen Teil Logistikbetriebe angesiedelt werden; und auch nur solche Betriebe, die ohnehin schon in der Nähe ansässig sind und sich am vorhandenen Standort räumlich nicht mehr erweitern können. Außerdem denkt die Stadt Meerbusch nach Informationen unserer Redaktion darüber nach, ein eigenes Gutachten für das Interkommunale Gewerbegebiet in Auftrag zu geben.

In beiden Kommunen sollen nun die Beratungsunterlagen für die politischen Gremien wie dem Planungsausschuss vorbereitet werden. Der tagt öffentlich, spätestens dann erfährt die Öffentlichkeit, wohin die Reise gehen soll.

Politiker beider Städte einigten sich darauf, das Treffen regelmäßiger stattfinden zu lassen - das nächste Mal im benachbarten Meerbusch. "Es wurde vereinbart, künftig mehr auf Augenhöhe zu diskutieren", sagte ein Teilnehmer der Runde unserer Redaktion. Meerbuschs Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage habe vorgeschlagen, die "Reset"-Taste zu drücken und im historisch belasteten Städteverhältnis von Krefeld und Meerbusch einen gemeinsamen Neuanfang zu wagen.

(sep/sti)
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