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Krefeld
Froher Kinderkarneval in Verberg ohne Komasaufen

Krefeld: Froher Kinderkarneval in Verberg ohne Komasaufen
In Verberg feierten die Jecken in diesem Jahr so, wie es sich gehört: friedlich und mit bester Laune. FOTO: Lammertz, Thomas
Krefeld. Nach zwei Jahren Pause ist in diesem Jahr wieder ein Kinderkarnevalszug durch Verberg gezogen. Wegen jugendlicher Komasäufer war der Zug in den Vorjahren abgesagt worden.  Von Otmar Sprothen

Von allen Seiten strebten am Samstag bunt verkleidete Familien nach Verberg, wo nach zweijähriger Pause in diesem Jahr wieder der Kinderkarnevalszug zog. Und das geschah glücklicherweise ohne die Horden Jugendlicher, die sich in der Vergangenheit über soziale Medien zum Komasaufen verabredet hatten. Auch diesmal standen zwar rund 100 Jugendliche in einem dichten Pulk hinter den Absperrungen und grölten sich in Stimmung. Mehr ging aber nicht. Die Securities hielten die Straße frei, und die Polizeikräfte sorgte dafür, dass die Stimmung nicht ins Negative überschwappte.

Die Verberger hatten sich auf diesen Tag gefreut, denn die Straßen des Zugwegs zeigten sich in buntem Farbenschmuck, und der Appell der KG Verberg, auch am Rand des Zugwegs auf "harten" Alkohol zu verzichten, erwies sich als weitgehend erfolgreich.

Für Cemil Koyun, türkischstämmiger bekennender Verberger, dessen Sohn auch schon Verberger Kinderprinz war, ist Karneval eines der schönsten Feste. Für eine erkrankte Nachbarin hielt er einen Platz im Spalier der Wartenden frei, damit diese von ihrem Zimmer aus einen Blick auf den Zug erhaschen konnte. Als der wieder einmal stoppte und der Kinderprinzenwagen mit Philipp I. und Mia I., vor der Menge verweilte, stimmte Ralph Mühlenberg, Präsident der KG Verberg, ein dreifaches Helau auf Verberg, den Kinderkarneval und auch den sichtlich stolzen Koyun an.

Der diesjährige Zug war nicht sehr lang: Acht Wagen und 200 Mitwirkende hatte er, aber er sorgte für Karnevalsstimmung. Unter den Fußgruppen stach die rumänische Trachtengruppe Makviras (Mohnblume) aus Siebenbürgen mit ihrem ungewöhnlichen Sardas-Tanzschritt hervor, die der mit einer Rumänin verheiratete Verberger Unternehmer Siggi Busch immer wieder zum Karneval einlädt. Mit dabei waren auch die Tanzgarde des Kinderkarnevals Stahldorf und die Traarer Grundschule Buscher Holzweg mit einem Mottowagen.

"Heute haben wir einen Meilenstein gesetzt und für den Verberger Kinderkarneval werben können", resümierte Präsident Mühlenberg. "Das war ein stimmungsvoller, friedlicher Tag."

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