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Krefeld
Früherer VHS-Chef wird Flüchtlingskoordinator

Krefeld. Hansgeorg Rehbein (69) soll zwischen Verwaltung und Ehrenamtlern koordinieren.

Der ehemalige Volkshochschulchef Hansgeorg Rehbein wird neuer Flüchtlingskoordinator und soll somit die Arbeit von Ehrenamtlichen, Institutionen und Verwaltung für Flüchtlinge koordinieren. OB Frank Meyer hat gestern die Personalie vorgestellt.

Rehbein ist 69 Jahre alt und war 2011 als VHS-Chef in den Ruhestand verabschiedet worden. Jetzt holt ihn Meyer zurück. Der Job des Flüchtlingskoordinators wird als halbe Stelle finanziert. Beamtenrechtlich sei es möglich, Pensionäre für Sonderaufgaben in die Verwaltung zurückzuholen, betonte Meyer. Rehbein habe sich in seiner VHS-Arbeit viele Jahre mit Spracherwerb und Integration befasst, sei als Vorsitzender der Krefelder Tafel sozial engagiert und insofern "perfekt geeignet", so Meyer. "Er weiß, wie die Wohlfahrtsorganisationen in Krefeld ticken." Unterstützt wird Rehbein durch den städtischen Mitarbeiter Burkhardt Schwarz, der ihm zur Seite gestellt wird. Der Flüchtlingskoordinator soll den nach Krefeld kommenden Menschen helfen, sich so schnell wie möglich zu integrieren. "Jeder, der erfolgreich integriert ist, kommt aus einer Notunterkunft heraus", sagte Meyer.

Hansgeorg Rehbein drückte es deutlich aus: "Wir müssen davon ausgehen, dass die Menschen bleiben, dass sie Krefelder Bürger werden." Drei Schwerpunkte seiner Arbeit nannte er: Sprache und Bildung fördern, Berufsvorbereitung fördern und die gesellschaftliche Teilhabe verstärken. In diesem Zusammenhang machte Frank Meyer noch einmal auf die neuen Polizeistatistiken aufmerksam: "Die Zahlen zeigen, dass es Kriminalität nur zu einem vernachlässigenden Anteil außerhalb von Flüchtlingsheimen gibt." Durchaus aufmerksam sein müsse man aber wegen der Kriminalität unter Flüchtlingen.

(sep)
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