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Krefeld
Für Flüchtlinge: 1000 bis 2000 neue Wohnungen nötig

Krefeld. Das NRW-Bauministerium unter Michael Groschek (SPD) sieht in Krefeld sowohl Bedarf für die Sanierung vorhandenen Wohnraumbestandes als auch Bedarf an Neubauten, um Flüchtlinge zu beherbergen. Das geht aus einer Studie des Ministeriums hervor, in der auch Zahlen für Krefeld genannt wurden. Für Krefeld geht die Landesregierung in 2015 und 2016 von 2000 bis 4000 Flüchtlingshaushalten aus.

In Krefeld gelten laut Land 1000 bis 1500 Wohnungen als "potenziell mobilisierbarer Leerstand". Der Bedarf an zusätzlichen Wohnungen nach Mobilisierung des Leerstands liegt laut Land bei 1000 bis 2000 Wohnungen. Insgesamt käme Krefeld also nach diesen Berechnungen auf maximal 3500 neue Wohnungen. Die Lücke zu den erwarteten maximal 4000 Flüchtlingshaushalten erklärt sich durch die derzeit noch vagen Berechnungen.

Der stellvertretende Fraktionschef der Grünen, Daniel John, sieht die Aufgabe Krefelds darin, den Bestand zu nutzen und Wohnraum zu sanieren. "Die relative hohe Leerstandsquote der Vergangenheit hat Eigentümer lange von Investitionen abgehalten, besonders in den Vierteln, in denen bauliche Dynamik auch im Sinne der Mieter wichtig gewesen wäre."

In letzter Zeit sei aber zu beobachten, dass sich gerade in der Innenstadt Positives tue. "Diesen Prozess sollten wir nicht abwürgen, sondern die Förderungen von Land und Bund zu einer Verstärkung nutzen." John fordert deshalb, dass das Stadtumbaubüro schnell reaktiviert wird. Eine einseitige Fokussierung auf "Billig-Neubau" wäre falsch.

(sep)
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