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Krefeld
Geistliche Bibelschule wird 30 Jahre alt

Krefeld. Am 14. Mai feiert die Bibelschule Niederrhein ihr 30-jähriges Bestehen mit einem ungewöhnlichen Gast. Von Bianca Treffer

Dass die Geistliche Bibelschule Niederrhein mitten im Leben steht, zeigt sie allein schon mit ihrem Referenten anlässlich des anstehenden Jubiläums am 14. Mai. "Wahrscheinlich hätte jeder erwartet, dass wir einen Theologen einladen. Wir haben uns hingegen für Josef Müller entschieden", sagt Stefan Rühl, der Sprecher der Bibelschule. Der ehemalige Konsul und Millionenbetrüger, der Schlagzeilen machte und vielen Menschen aufgrund seiner Eskapaden bekannt ist, beleuchtet sein Leben und das Entdecken von Gott in seinem Buch "Ziemlich bester Schurke". Was es damit auf sich hat, darüber wird er in der Bibelschule sprechen.

Seit nunmehr 30 Jahren setzt sich die Bibelschule mit den unterschiedlichsten Veranstaltungen dafür ein, dass die Bibel nicht nur etwas für Theologen ist, sondern jedem Menschen verständlich wird und eine Hilfe im alltäglichen Leben sein kann. "Die Bibel ist hochaktuell und hat Antworten auf die Fragen des Lebens. Sie ist alltagsbezogen, man muss sie nur gut lesen und vielleicht ein stückweit erklärt bekommen", sagt Stefan Rühl. Und genau das macht die Bibelschule. Ob eine biblische Fahrradwallfahrt nach Kevelaer, der Besuch des Heiliglandmuseums bei Nimwegen, Exerzitientage, Bibelfreizeiten für Familien, oder die Möglichkeit, ganz persönliche Fragen an den Pfarrer zu stellen - das Jahresprogramm umfasst durchschnittlich 25 verschiedene Angebote. Hinter diesen stehen allesamt ehrenamtlich arbeitende Menschen, Priester sowie Laien aus der katholischen Kirche.

Aktuell sind es knapp 30 Ehrenamtler, die von einem fünfköpfigen Leitungskreis koordiniert werden. "Unsere Angebote stehen allen Menschen jeden Alters offen. Die Konfession spielt genauso wenig eine Rolle wie das Alter", sagt Gabriele Rühl, die das Büro der Bibelschule leitet. Stefan Rühl vergleicht die Angebote gerne mit einer Volkshochschule. Man mache biblische Angebote, wie eine VHS auch Angebote in allen möglichen Bereichen offeriere.

Seinen Anfang nahm die katholische Bibelarbeit 1986 vor dem Hintergrund, dass die Freikirche und die evangelische Kirche zu Bibeltagen und -kursen einluden, die sehr gut angenommen wurden. In Süddeutschland gründete sich das Bibelwerk und in Norddeutschland ging die Bibelschule Niederrhein an den Start, wobei hier Pfarrer Peter Josef Quirmbach einer der treibenden Kräfte war.

Der zentrale Sitz der Bibelschule ist dabei in Krefeld, daneben gibt es noch Außenstellen in Bocholt und Neuss. Über 20.000 Teilnehmer nahmen in den vergangenen Jahren an den rund tausend Veranstaltungen teil. In früheren Jahren lag die Anzahl der Angebote bei 50 Veranstaltungen pro Jahr und es gab viele Angebote über die Wochenenden hinweg.

Heute ist es die Hälfte und etliche Veranstaltungen sind auf einige Stunden bzw. einen Tag begrenzt. "Wir befinden uns in einem Wandel. Die Leute sind heute Hubschraubermenschen. Es gibt ein großes Angebot an Sachen und aus diesen suchen sich die Menschen etwas aus. Sie kreisen quasi darüber und entscheiden sich, wobei sie oftmals nicht so viel Zeit in eine Sache investieren möchten", sagt Richard Kampa vom Leitungskreis der Bibelschule.

Dem hat sich die Bibelschule angepasst, wobei "wir die Angebote der Bibelschule auch kontinuierlich weiter entwickeln", betont Stefan Rühl.

Quelle: RP
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