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Krefeld
Gemeinde St. Gertrudis baut neues Pfarrzentrum für 5,3 Millionen Euro

Krefeld: Gemeinde St. Gertrudis baut neues Pfarrzentrum für 5,3 Millionen Euro
Architekt Alexander Kozok und Pastor Karlheinz Alders mit dem Modell im alten Pfarrsaal. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Bockumer Kirchengemeinde feiert den baldigen Startschuss am Sonntag mit einer Heiligen Messe und einem kleinen Fest unter dem Motto "Aufbruch zum Abbruch" des alten Pfarrzentrums. Von Norbert Stirken

Mit einem Fest verabschieden sich die Bockumer am Sonntag von ihrem Pfarrheim an der Uerdinger Straße. Anschließend rollen die Abrissbagger, um den Weg für den Bau eines neuen Pfarrzentrums, einer neuen fünfgruppigen Kindertagesstätte mit Außenanlagen und eines Kirchplatzes zu machen. 5,3 Millionen Euro Kosten haben Kirchenvorstand und Immobilienausschuss veranschlagt. 1800 Quadratmeter Nettofläche und 8400 Kubikmeter umbauter Raum entstehen gegenüber der früheren Kaplanei und dem Pfarrhaus im Schatten der Pfarrkirche St. Gertrudis neu.

Noch in den 1990er Jahren ist mit ersten Überlegungen begonnen worden. Den Stein ins Rollen brachten neue Vorschriften, die zu Investitionen in den Katholischen Kindergarten Buschstraße geführt hätten. Nach der Fusion der Gemeinden Herz Jesu, St. Gertrudis, Christus König, St. Josef und St. Hubertus zur neuen Pfarrei St. Christophorus wagten sich die Verantwortlichen an den großen Wurf.

Die Außenansicht des neuen Pfarrsaals von der Uerdinger Straße. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)

Die Abrissgenehmigung für das alte Pfarrheim aus den 1960er Jahren liegt ebenso vor wie die Baugenehmigung für ein neues Pfarrzentrum. Der Startschuss soll noch in diesem Jahr erfolgen. Mit der Fertigstellung rechnet der Krefelder Architekt Alexander Kozok im Frühsommer 2017. Die Projektsteuerung übernimmt Jürgen Schwittmann. Dann soll die alte Kindertagesstätte an der Buschstraße abgerissen und bebaut werden. Laut Stadtsprecher Dirk Senger vom Juni 2014 (wir berichteten exklusiv) hat die Gemeinde eine Bauvoranfrage für 40 Wohnungen gestellt. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Areals Buschstraße ist ein wesentlicher Punkt in der Finanzierung. Der Eigenanteil an den 5,3 Millionen Euro ist erheblich. Gerechnet wird mit öffentlichen Zuschüssen und Zuschüssen des Bistums in Höhe von maximal 20 bis 25 Prozent der Investitionskosten. "Die Finanzierung ist gesichert", bekräftigten gestern Pastor Karlheinz Alders, Koordinatorin Astrid Clasen sowie Wilhelm Kreuz und Frank Boonen aus dem Kirchenvorstand.

Kozok erläutert seinen Entwurf, der in Abstimmung mit der Gemeinde, der Stadt und dem Bistum den Vorzug gegenüber den beiden Alternativvorschlägen bekommen hat. Wegen der Uerdinger Straße fehle der Pfarrkirche ein Vorplatz. Ein solcher entstehe nun zwischen den alten Bestandsbauten und dem neuen Pfarrzentrum mit Pfarrsaal. Der Platz hat die Maße von 25 mal 25 Meter und bildet damit die Breite der Kirche St. Gertrudis ab. Symbolik findet sich auch im neuen Pfarrzentrum: Fünf Säulen sind nicht nur aus statischen Gründen für das zweite Geschoss notwendig, sondern stehen auch für die fünf alten Pfarreien, die zu Beginn des Jahres 2010 zu einer neuen Pfarre zusammenfanden. Zur Uerdinger Straße hin entsteht der neue Pfarrsaal mit einer Ausbuchtung aus Metall, die die Backsteinfassade auflockert, und einer Haube auf dem Flachdach. Im Inneren durchziehen Leimbinder den Raum und sorgen für Transparenz und Struktur. Das Pfarrzentrum nimmt eine Kindermensa, Verwaltungsräume und Gemeinschaftsräume auf, die sowohl von der Pfarre als auch von der Kita genutzt werden können. Die Kindertagesstätte ummantelt gleichsam das Pfarrzentrum in eingeschossiger Bauweise und ist mit sogenannten Erschließungsbrücken mit dem Pfarrzentrum verbunden.

So soll der neue Pfarrsaal von innen aussehen: Links die Auswölbung wird noch eckig gestaltet. FOTO: Lammertz, Thomas (lamm)
Quelle: RP
 
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