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Krefeld
Gemeindeprüfer empfehlen Verkauf kleiner Parks

Fotos: Die schönsten Parks der Region
Fotos: Die schönsten Parks der Region FOTO: Uni Düsseldorf
Krefeld. In einer Serie analysieren wir den neuen Gemeindeprüfungsbericht für Krefeld. Heute: "Die Parks". Von Sebastian Peters

Die Gemeindeprüfungsanstalt empfiehlt der Stadt Krefeld, kleine Parkflächen nach Möglichkeit zu veräußern. Wie aus dem neuen Gemeindeprüfungsbericht hervorgeht, unterhält sie insgesamt 417 Park- und Gartenanlagen mit einer Gesamtfläche von 3 090 000 Quadratmetern (Stand 2011). 70 Prozent der Anlagen sind kleiner als 5000 Quadratmeter. "Sofern sich die Möglichkeit bietet, Kleinstflächen zu veräußern, sollte die Stadt Krefeld diese nutzen", heißt es im Bericht. Größere Anlagen ließen sich durch zusammenhängende Arbeitsabläufe, geringe Anfahrtzeiten und den Einsatz von Großgeräten wirtschaftlicher pflegen und unterhalten. "Zudem bieten diese Anlagen einen höheren Naherholungswert", heißt es in dem Bericht.

Der Gemeindeprüfbericht soll der Stadt und der Politik Empfehlungen geben, wie gespart werden kann. Seit wenigen Tagen liegt er dem Rechnungsprüfungsausschuss vor. Die Stadt hat in gewisser Weise schon auf den Bericht reagiert: Sie rechnet die Kleinanlagen nun benachbarten größeren Flächen zu. Vom Verkauf von Grünflächen war bisher nicht die Rede.

Krefeld unterhält laut Bericht einwohnerbezogen im interkommunalen Vergleich mehr Fläche an Park- und Gartenanlagen als der Durchschnitt der kreisfreien Städte. Überwiegend, so ist es im Bericht notiert, sind die Parks mit Rasenflächen gestaltet. In 2011 lag der Anteil bei 62 Prozent an der Gesamtfläche, 17 Prozent waren Sträucher und Gehölze. An Beetflächen werden nur noch 3000 Quadratmeter vorgehalten. Wechselbepflanzung gibt es demnach nur in geringem Umfang. Aus dem Bericht geht weiterhin hervor, dass Krefeld in seine Grünanlagen durchschnittlich 1,15 Euro je Quadratmeter im Jahr 2011 investierte - ein im Städtevergleich mittlerer Wert. Allerdings wurde in den Folgejahren haushaltsbedingt bereits gekürzt. Ausgaben über dem Schnitt hat Krefeld im Bereich der Gehölzflächen. Sie erfordern einen höheren Pflege- und Unterhaltungsaufwand als Rasenflächen. Insgesamt machen die Gehölzflächen in den Parks 20 Prozent der Gesamtfläche der Anlagen aus - Krefeld liegt hier auf einem überdurchschnittlichen Niveau.

Der Bericht stellt weiterhin fest, dass nicht eine Abteilung für die Bewirtschaftung der Grünflächen zuständig ist. "Das oft zitierte ,Grün aus einer Hand' sollte bei der Stadt verstärkt in den Fokus genommen werden", heißt es im Bereich.

Quelle: RP
 
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