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Birgit Oelmüllers-Hoff
Gesamtschule Oppum startet durch

Birgit Oelmüllers-Hoff: Gesamtschule Oppum startet durch
Birgit Oelmüllers-Hoff, die noch vorläufige Leiterin der jungen Oppumer Gesamtschule: "Die Möglichkeit, eine Schule von der Basis her aufzubauen, ist eine tolle Herausforderung." FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Der Andrang am Standort zwischen Schmiedestraße und Sandberg ist groß. Planungen für einen Neubau sind schon im Gange.

Oppum Seit rund drei Wochen läuft der Schulbetrieb an der neuen Gesamtschule Oppum. Wir haben mit der - vorerst noch kommissarischen - Schulleiterin Birgit Oelmüllers-Hoff gesprochen.

Frau Oelmüllers-Hoff, was waren die Herausforderungen der ersten drei Wochen?

Oelmüllers-Hoff Die Menge an zu koordinierenden Handwerkern, eine Unmenge an Aufgaben zum Schulbeginn und das gegenseitige große Kennenlernen und Absprachen des neu zusammengestellten Kollegiums. Wir verbringen derzeit sehr viel Zeit in Konferenzen und Gesprächen.

Zunächst sind ja fünf fünfte Klassen eingerichtet worden, wie groß ist da das Kollegium?

Oelmüllers-Hoff Wir haben aktuell 13 Lehrer, mich eingeschlossen, zwei Kollegen von der Kurt-Tucholsky Schule unterrichten aushilfsweise hier, dazu kommen zwei Sonderpädagogen in Teilzeit. Außerdem haben wir ein eigenes Sekretariat. Denn wenn wir auch derzeit noch mit der Realschule unter einem Dach arbeiten, sind wir doch ein komplett eigenständiger Betrieb.

Sie waren mehr als 15 Jahre lang Leiterin der Hauptschule Hafelsstraße. Was hat Sie an dieser neuen Stelle gereizt?

Oelmüllers-Hoff Für mich erfüllt sich ein Traum. Die Möglichkeit, eine Schule von der Basis her aufzubauen, ist eine tolle Herausforderung. Man kann ganz neue Strukturen schaffen, Dinge noch mal gezielt hinterfragen. Das gilt übrigens auch für das Kollegium. Die meisten Lehrkräfte sind sehr jung und haben sich gezielt hier beworben, weil sie ebenfalls Lust haben, etwas Neues zu schaffen. Wichtig ist es mir auch, eine hohe Identifikation mit unserer Schule zu schaffen, ein "Wir-Gefühl". Eltern, Schüler und Kollegium sollen gerne zu uns kommen. Und auch im Stadtteil wollen wir uns etablieren. Zum Beispiel durch die Teilnahme am St. Martinszug.

Wie ist die Schülerschaft strukturiert?

Oelmüllers-Hoff Von den 135 Kindern haben die meisten eine Realschulempfehlung, teils mit eingeschränkter Gymnasialempfehlung. Es gibt einige mit Gymnasialempfehlung sowie auch viele Kinder mit Hauptschulempfehlung. Wir haben zehn Inklusionskinder und 18 Seiteneinsteiger, die auf die Klassen verteilt sind. Wichtig ist mir, dass die individuelle Förderung über allem steht. Wir wollen jedem Kind gerecht werden, durch Fördern und auch Fordern. Viele entwickeln sich mit der Zeit. Die Kinder sollen die Förderung bekommen, die ihnen zusteht. Dafür stehe ich.

Haben die Kinder auch noch Einfluss auf die Gestaltung des Schullebens?

Oelmüllers-Hoff Ja, natürlich. Genau wie die Eltern. Zum Beispiel haben wir schon die Schulschlusszeiten am Nachmittag angepasst, damit die, die zum Beispiel aus Gartenstadt und Uerdingen kommen, nicht noch eine halbe Stunde auf die Bahn warten müssen. Dann haben wir AGs in Spanisch und Französisch eingerichtet. So können wir sehen, welche Sprache besser ankommt. Denn für das kommende Schuljahr können wir noch entscheiden, was unsere zweite Fremdsprache sein wird.

Wie klappt die Zusammenarbeit von zwei Schulen unter einem Dach?

Oelmüllers-Hoff Gut. Wir sind viel im Gespräch, haben die Stundenpläne nach dem gleichen Raster erstellt, weil wir uns ja die Fachräume teilen. Die Schulordnung ist dieselbe, wir teilen uns die Aufsichten. Und den Hausmeister.

Die Gesamtschule wird ja schneller wachsen, als die Realschule ausläuft. Und sie wird später viel mehr Schüler haben. Wie soll das gehen?

Oelmüllers-Hoff Wir werden definitiv einen Neubau benötigen, die Planungen dafür sind im Gange. Bis dahin müssen wir Lösungen suchen und am Anfang ein paar Kompromisse schließen.

CAROLA PUVOGEL STELLTE DIE FRAGEN.

Quelle: RP
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