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Krefeld
Geständnis im Rentnermord-Prozess

Krefeld. Eine Angeklagte erklärte, mit drei Männern in der Wohnung gewesen zu sein.

Nach vielen zähen Verhandlungstagen haben gestern die ersten Angeklagten im Mordfall Hans Werner L. Geständnisse abgelegt. Die 53-Jährige und ein 42-Jähriger aus Krefeld haben ihre Beteiligung an dem Überfall vor einem Jahr gestanden.

Immer wieder waren Einlassungen angekündigt worden, sagen wollten die fünf Angeklagten aber bisher wenig, das zu ihren Lasten ging. Gestern endlich ließ Iwona G. durch ihren Verteidiger verlesen, was an dem Tag geschehen sein soll. Sie räumte ein, mit drei Männern in der Wohnung gewesen zu sein. Ein weiterer wartete im Auto. Schon lange habe sie sich durch Einbrüche und Diebstähle finanziert. Auch bei Hans Werner L. habe man nur Wertgegenstände stehlen wollen. Sie sei in der Wohnung gewesen, um Diebesgut zusammenzusuchen und zum Auto zu tragen. Was die Männer machten, habe sie nicht mitbekommen. Von Gewalt gegen den Rentner habe sie jedenfalls nichts gemerkt. Davon habe sie erst durch die Fahndung erfahren. "Es sollte niemand zu Schaden kommen", hieß es in der Einlassung. Sie bereue sehr, sich an der Tat beteiligt zu haben. Als Grund nannte sie Kokain- und Spielsucht. Auch der Verteidiger des 42-Jährigen gab eine Erklärung für seinen Mandanten ab. Er habe den Rentner überwältigen und fesseln sollen. Mit zwei anderen habe er Hans Werner L. gepackt und zu Boden gebracht. Dann wurde das Opfer vom Flur in das Bad getragen. "Ich habe ihn nicht geknebelt", beteuerte Mariusz F.. Die Verhandlung wird heute fortgesetzt.

(BL)
 
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