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Krefeld
Gesucht: Ein Mieter als guter Geist im Museum für das Haus der Seidenkultur

Krefeld: Gesucht: Ein Mieter als guter Geist im Museum für das Haus der Seidenkultur
Hansgeorg Hauser in der zur Wohnung gehörende Galerie - die Wohnung im Gebäude des Hauses der Seidenkultur ist noch nicht komplett renoviert; dies soll in Abstimmung mit dem neuen Mieter vollendet werden. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Es ist eine in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Vermietung, die Hansgeorg Hauser, Vorsitzender des Fördervereins Haus der Seidenkultur, anstrebt: Im Gebäude, das in Krefeld als Museum Haus der Seidenkultur bekannt ist, gibt es auch eine hübsche Wohnung, und natürlich möchte der Verein, der das Museum trägt, sie vermieten. Die innige Nachbarschaft zum Museum legt es nahe, jemanden zu suchen, der den Geist des Hauses liebt und selbst ein guter Geist im Hause wird. "Wer immer das ist, er lebt am Rand des Museums und damit auch mit dem Museum", sagt Hauser.

Im Idealfall ist es sogar jemand, der des Webens mächtig ist. "Er könnte einen unserer Jacquard-Webstühle nutzen, eigene Kreationen weben und verkaufen und sich so eine Einnahmequelle aufbauen", erläutert Hauser seinen Plan. Überhaupt träumt er davon, die kostbaren Webstühle, die fast alle wieder gangbar und funktionstüchtig sind, zu reaktivieren - für eine neue Seidentuchproduktion, um dem Haus eine dauerhafte Einnahmequelle zu sichern, aber das ist eine andere Geschichte.

Es gibt natürlich auch die Mieterdaten: Die Wohnung unterm Dach ist 71 Quadratmeter groß, umfasst einen großen Wohn- und Küchenraum mit Balkon nach hinten (Blick auf den schönen Hof des Museums), Schlafzimmer und Bad. Besonderheit ist die Galerie im zur Wohnung gehörenden Teil des Treppenhauses. Sie kann man mit Bildern zu einem Schmuckstück machen. Die Miete läge bei 500 Euro warm zuzüglich Kosten für Strom und Wasser. Kurz und gut: Die Wohnung ist für jemanden, der gerne in der Stadt lebt, ein kleiner Traum.

Wie sich die Zusammenarbeit mit dem Museum gestaltet, wäre Sache von Gesprächen mit dem Verein. Ein reines Mieter-Vermieter-Verhältnis wäre quasi ein Jammer; reine Verschwendung; wer dort lebt, lebt mit der Geschichte des Handwerks, mit der Krefelder Seidentradition - und mit all den Menschen, die sich dafür begeistern, sei es als ehrenamtliche Helfer im Haus der Seidenkultur, sei es als Besucher, die sich von diesem Haus gefangen nehmen lassen. Beide würde profitieren: Der Mieter, weil er Teil einer schönen Sache wäre, und das Museum, weil ein Haus in dem Maße lebendig ist, in dem Menschen in ihm leben.

Interessenten können sich wenden an Hansgeorg Hauser Förderverein Haus der SeidenkulturParamentenweberei Hubert Gotzes Luisenstr. 15 47799 Krefeld Telefon: 02151 - 936960 E-Mail: museum@seidenkultur.de

(vo)
 
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