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Krefeld
Gewerbegebiet mit Meerbusch: "Grüne Darstellung ist falsch"

Krefeld. Es gibt weiterhin kontroverse Diskussionen um das Interkommunale Gewerbegebiet mit Meerbusch.

Kontrovers diskutierten am Mittwoch die Mitglieder des Planungsausschusses das Strukturkonzept zum Interkommunalen Gewerbegebiet an der A44. Wie die RP berichtete, hatten Politiker mehrerer Meerbuscher Fraktionen Bedenken gegen das Projekt geäußert und vor allem dessen Größe kritisiert. Krefelds Politiker reagierten nun auf die angespannte Situation. Heidi Matthias, Sprecherin der Grünen, teilte die Bedenken der Meerbuscher Kollegen und sprach von einer "gigantischen Flächenvernichtung, die wertvollen Ackerboden zerstöre." Dem widersprach CDU-Sprecher Jürgen Wettingfeld heftig und kritisierte: "Die vorgesehenen Flächen werden von Ihnen falsch dargestellt, die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten nicht zur Kenntnis genommen. Dass von der gesamten Fläche auf Krefelder Gebiet, für Logistik nur rund 25 Prozent vorgesehen sind, wird unterschlagen. In einer Zeit, in der der Stellenabbau bei Siempelkamp hohe Wellen schlägt, ist diese Haltung unverständlich. Immerhin werden für dieses Gewerbegebiet für die Zukunft über 5000 Stellen vorhergesagt." Jürgen Hengst, Sprecher der SPD-Fraktion, betonte: "Die Meerbuscher haben nichts gegen das Gebiet. Es sind lediglich einige Rahmenbedingungen, die es noch zu klären gilt. Keiner dort stellt die generelle Sinnhaftigkeit des Projektes infrage." Diese positive Einschätzung teilte FDP-Sprecher Joachim C. Heitmann nicht. Er riet dem Ausschuss, Vorsorge zu tragen, falls sich das Projekt nicht realisieren lasse, beispielsweise in dem man auf Krefelder Gebiet entsprechende Flächen schaffe.

Planungsdezernent Martin Linne riet zu Geduld. "Wir sollten jetzt keinen unnötigen Druck aufbauen, sondern den Meerbuschern Zeit geben. Ich haben in den letzten Tagen sehr konstruktive Gespräche mit den Kollegen dort geführt. Und es ist klar, dass die Dimensionen des Projektes landesüblich sind. Die Flächen sind verkehrsgünstig gelegen und dazu geeignet, namhafte Betriebe nach NRW zu lotsen."

(bk)
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