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Krefeld
Giftalarm in Fischeln: Cyanide im Grundwasser

Krefeld. Beim Abbau des Alten Gaswerks an der Vulkanstraße blieben Reste im Boden - sie verseuchen das Grundwasser. Von Sebastian Peters

Bei Untersuchungen für den Abbruch eines Gebäudes auf einer Teil-Grundstücksfläche des alten Fischelner Gaswerks an der Vulkanstraße wurden Belastungen des Grundwassers mit Cyaniden festgestellt. Cyanide sind Salze sowie andere Verbindungen der Blausäure und hochgiftig. Das alte Fischelner Gaswerk an der Vulkanstraße wurde nach dem Zweiten Weltkrieg stillgelegt. In den 1950er-Jahren begannen die Abbrucharbeiten der nicht mehr genutzten Anlage. Wie sich nun zeigt, sind wohl noch vereinzelt unterirdische Anlagenteile im Bereich der ehemaligen Gasreglerstation im Boden geblieben, wie die Stadt gestern per Pressemitteilung berichtete. Im Rahmen der jetzt anstehenden Abbrucharbeiten werden diese entfernt und wird verunreinigtes Erdreich ausgetauscht. Die Grundwasserbelastung erstreckt sich in einer schmalen Fahne in das Kleingartengelände Heideck nördlich der Vulkanstraße. Es handelt sich laut Stadt nur um ein recht kleines Gebiet von einigen Gärten, wo besondere Vorkehrungen getroffen werden müssen. Aus Gründen der Gesundheitsvorsorge hat die Stadt Empfehlungen gegeben und Anordnungen getroffen. In einigen Gärten der Kleingartenanlage muss daher folgendes beachtet werden: Das Grundwasser darf nicht als Trinkwasser genutzt werden. Es soll auch nicht für Planschbecken oder sonstige Zwecke verwendet werden, mit denen Kinder spielen könnten. Alle Pflanzenkulturen, die zum Verzehr angebaut werden, wie Salat, Gemüse, Obst, dürfen nicht mit Grundwasser gegossen werden. Die Zierpflanzenflächen, wie Rasen und Blumenbeete, dürfen weiterhin mit Grundwasser gewässert werden.

Die betroffenen Pächter der Kleingartenanlage wurden durch die Stadt über den Gartenbauverein bereits ausführlich informiert.

Quelle: RP
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