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Zwei Hunde in Krefeld-Traar verendet
Giftköder: Halter warnen sich über Facebook

Krefeld. Hundehalter im Krefelder Stadtteil Traar sind alarmiert, nachdem dort in den vergangenen Wochen gleich zwei Hunde verendet sind. Die Halter meldeten dies als Anzeige bei der Polizei – sie glauben, dass ihre Tiere Giftköder gefressen haben.

Auch im sozialen Netzwerk "Facebook" im Internet warnen sich die Hundehalter derzeit massiv. So soll ein weiterer Hund im Bereich Stadtgarten/Kaiser-Wilhelm-Park verendet sein. "Wenn es neue Fälle gibt, sollen sich die Halter bei uns melden", erklärte gestern Polizeisprecher Wolfgang Weidner.

Der erste Fall ereignete sich – wie erst jetzt bekannt wurde – schon am 30. August, wurde der Polizei aber erst knapp einen Monat später, am 27. September als Anzeige übermittelt. Ein Hund soll an diesem Tag im Bereich Mohrendyk in Kliedbruch Gift gefressen haben. Der Halter habe ihn im Bereich eines Mais- und Erdbeerfeldes dort frei laufen lassen.

Der zweite Fall ereignete sich dann am Wochenende des 14./15. September und wurde der Polizei direkt danach gemeldet. Ein Hund der Rasse Australian Shepherd war in Traar verendet. Seine Halterin, Sarah Giesbertz, berichtete gegenüber dem Stadtspiegel, dass sie den Hund auf einer Grünanlage zwischen Trautstraße und Heinrich-Doergens-Straße habe laufen lassen. Mit ihrem "Lenny" und einem Pflegehund habe sie eine Runde gedreht, habe dann noch gesehen, dass der Hund unter einem Busch etwas fraß.

Tage später begann das Tier sich zu übergeben, ein Tierarzt verabreichte ihm eine Infusion, am Freitag sei es dann schlimmer geworden. Der Hund sei dann an einem Sonntag in einer Duisburger Tierklinik verendet. Die Tierärztin habe einen Bluttest vorgenommen und Rattengift gefunden, sagt Sarah Giesbertz.

(sep)
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