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Krefeld
GKK feiert 40-jähriges Bestehen

Krefeld. Die Gemeinschaft Krefelder Künstler blickt in einer Ausstellung zurück auf die Anfänge. Nach einem Generationenwechsel soll das Publikum jünger werden. Von Mojo Mendiola

Die Gemeinschaft Krefelder Künstler (GKK) begeht in diesen Tagen ihr 40-jähriges Bestehen. "Als der Maler, Grafiker und Bildhauer Paul Kamper 1971 nach langer Zeit aus Paris zurückkehrte, stellte er mit Entsetzen fest, dass es in Krefeld keine einzige Galerie gab, die regionale Künstler ausstellte", erzählt Peter M. Heeser, langjähriger Vorsitzender des Vereins. "Das ließ ihn nicht ruhen und auf seine Initiative hin gründete sich am 5. Dezember 1975 der Verein", sagt Heeser.

"Momentan sind wir 42 aktive Künstler und 13 Fördermitglieder", berichtet Christine Prause, die jüngst den Vorsitz von Heeser übernahm. "Und wir blicken auf etwa 320 Ausstellungen zurück, 30 davon im Austausch mit Künstlervereinigungen aus anderen Städten", ergänzt ihre ebenfalls neu gewählte Stellvertreterin Edith E. Stefelmanns.

Eine solch intensive Ausstellungstätigkeit wäre nicht denkbar gewesen ohne die Räumlichkeiten, über die der Verein seit 1983 verfügt. Das Haus in der St.-Anton-Straße 90 diente seinerzeit als provisorische Unterkunft für Spätaussiedler. Als deren Zustrom abebbte, kam der damalige Oberbürgermeister Dieter Pützhofen auf die Idee, dem Verein das Haus als ständiges Domizil zu einer tragbaren Miete anzubieten. Das Angebot war wie maßgeschneidert, man renovierte und werkelte und kann seitdem im "Kunstspektrum" auf drei Etagen in 16 unterschiedlich großen, aber durchweg hellen und freundlichen Räumen Kunst zeigen.

"Mit dem Generationenwechsel in der Leitung streben wir auch eine Verjüngung in unserem Mitgliederstamm und beim Publikum an", erläutert Prause. Stefelmanns will sich vor allem um Präsenz in den sogenannten sozialen Medien kümmern. Auch die Ausstellung "Junges Forum" im Jahr 2014 war schon ein erfolgreicher Schritt in Richtung Zukunft. Garwin Dickhof stieß im Zuge dieser Schau zur Gemeinschaft und ist auch auf der aktuellen Jubiläumsausstellung vertreten. Er und 30 andere Mitglieder zeigen gegenwärtig je eine Arbeit im "Kunstspektrum", die sie speziell zu diesem Anlass angefertigt haben.

Ursula Baaken beispielsweise ist mit einer farbenfrohen Visualisierung des Themas vertreten, Hans Lanser zog in höchst origineller Weise ein Märchen zur Darstellung der 40 heran, Stefan Kaiser baute sein Statement in einen seiner faszinierenden Schrifthimmel ein, Theo Windges spielte mit Zahlenpaaren, Willy Irmens Eisenskulptur will aus der Geschichte in die Zukunft weisen, und Christel Schulte-Hanhardt schuf eine kollektiv selbstironische, übermalte Collage mit dem Titel "Vier-zig-ick".

Die Jubiläumsschau "GKK XL" eröffnet im "Kunstspektrum", St. Anton-Straße 90, am heutigen Freitag 15. Januar, um 20 Uhr. Es sprechen Gisela Klaer, Erste Bürgermeisterin, und die Kunsthistorikerin Christine Vogt. Geöffnet ist die Ausstellung bis Samstag, 13. Februar, montags und donnerstags von 16 bis 20 Uhr sowie samstags von 11 bis 14 Uhr.

Quelle: RP
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