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Krefeld
Gobbers feiert Mitarbeiter: Goldjubiläen von Hoppe und Birgels

Krefeld. Für 50-jährige Firmentreue wurde Christa Hoppe mit der Goldenen Ehrennadel der Handwerkskammer Düsseldorf geehrt. Hoppe fing nach ihrer kaufmännischen Lehre bei Gobbers-Haustechnik in Krefeld an. Ihre besonnene verschwiegene Art ließen sie schnell die rechte Hand von Wilhelm Gobbers werden, der den Handwerks-Fachbetrieb 1919 gegründet hatte. Hoppe half der Frau des Firmenchefs im Büro, bei der Buchführung und in Personalangelegenheiten. So konnte die Krefelderin die Entwicklung des Unternehmens hautnah miterleben. Heute beschäftigt Gobbers in mehreren Firmen insgesamt 60 Mitarbeiter. Das Firmenlogo spiegelt diese Entwicklung: Waren es einst die rauchenden Schornsteine auf schwarz-gelbem Grund, die den wirtschaftlichen Wiederaufbau nach zwei verlorenen Weltkriegen symbolisiert, so heißt es heute: Gobbers, die Diplomingenieure. Damit sind die beiden Firmenchefs gemeint, die Brüder Wilhelm und Michael Gobbers, an die sich Hoppe noch erinnern kann, als sie in Lederhosen auf dem Firmengelände spielten. Zum 50-jährigen Firmenjubiläum hat Wilhelm Gobbers unter Christa Hoppes Anleitung Präsente für die Kunden eingepackt. "Ich hoffe sehr, dass wir das zum hundertjährigen Bestehen unserer Firma auch wieder machen können", hofft der Firmenchef. In vier Jahren ist es soweit. Von Otmar Sprothen

Norbert Birgels erhielt ebenfalls die Goldene Ehrennadel der Handwerkskammer Düsseldorf. Auch Birgels ist seit 50 Jahren bei dem Krefelder Fachbetrieb für Sanitär, Heizung und Solartechnik beschäftigt. Er machte seine Lehre bei Gobbers als Gas- und Wasserinstallateur und Bauklempner. "Damals kamen die Eltern noch mit, wenn ein Junge ein Lehrverhältnis begann", erzählt Birgels. "Wir waren damals ja gerade mal 14 Jahre alt." Seine Zuverlässigkeit war der Grund, dass ihm immer verantwortungsvollere Aufgaben übertragen wurden. So war Birgels zunächst Kundendienstmonteur, dann Leiter von Großbaustellen. Seit Jahren leitet der 65-Jährige den Kundendienst der Firma Gobbers, dem nach Aussagen von Michael Gobbers eine immer größere Bedeutung angesichts der Digitalisierung von Sanitär- und Heizungsanlagen zukommt.

Birgels Sohn arbeitet ebenfalls als Elektrotechniker und Spezialist für Wärmefeuerungsanlagen bei Gobbers. Nach 50 Jahren in verantwortungsvoller Position will sich Birgels nun vermehrt seinen beiden Enkeln widmen. Aber so genau weiß er das noch nicht. "Vielleicht bleibe ich noch ein wenig bei der Firma", überlegt er. Auch Hoppe fühlt sich Gobbers eng verbunden und will noch nicht aufhören. "Irgendwie gehöre ich hier zum Inventar", lächelt sie. Das kann Michael Gobbers bestätigen: "Frau Hoppe ist länger mit der Firma als mit ihrem Mann verheiratet."

"Jubiläen wie diese sind heute sehr selten geworden", sagt der Vizepräsident der Handwerkskammer Düsseldorf Karlheinz Reidenbach, als er im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Ehrennadeln überreichte. "Eine solche jahrzehntelange Firmentreue weist eine gute Firma mit einem intakten Klima nach, zu der die Mitarbeiter stehen." Heutzutage würden viele Mitarbeiter schnelle Firmenwechsel vollziehen, weil sie anderswo bessere Aufstiegschancen vermuteten. Dies sei vor allem bei Firmen der Fall, die einem Investor gehörten und von wechselnden Geschäftsführern geleitet würden. Vor dieser Entwicklung würden sich mittelständische Familienbetriebe wie Gobbers positiv abheben.

Gobbers-Haustechnik ist ein Ausbildungsbetrieb, der jedes Jahr vier Auszubildende ausbildet, darunter auch weibliche. "Die Digitalisierung stellt hohe Anforderungen an die Ausbildung", erklärt Wilhelm Gobbers. "Installateur ist heute ein hochwertiger technischer Beruf, bietet aber auch einen sicheren Arbeitsplatz." In der Ausbildung wird sehr viel Wert auf das Auftreten der Mitarbeiter bei den Kunden gelegt. "Wer für die Arbeitsstunden den heutigen Preis bezahlt, hat einen Anspruch auf perfekte Arbeit", sagt der Firmenchef.

Quelle: RP
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