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Krefeld
Grundschule feiert Jubiläum im Zirkuszelt

Krefeld: Grundschule feiert Jubiläum im Zirkuszelt
Großartig: Die "Alten Akrobaten" in lustigen blau-weißen Ringelshirts zeigten humorvolle Akrobatik. FOTO: Lammertz
Krefeld. Vor 40 Jahren startete der Unterricht an der Grundschule Buscher Holzweg im neuen Schulgebäude. Dieses Jubiläum wird jetzt groß gefeiert. Höhepunkt sind drei Zirkusvorstellungen, alle 237 Grundschüler treten als Artisten auf. Von Carola Puvogel

Zauberhaft. Besser lässt sich der Nachmittag gestern im großen Zirkuszelt auf dem Festplatz in Traar kaum zusammenfassen. Was die Kinder der Grundschule Buscher Holzweg unter Anleitung des Teams des Circus Rondel in nur drei Tagen einstudiert haben, ist akrobatisch, atemberaubend, witzig, mitreißend. Und eben bezaubernd. Die glühenden Wangen und strahlenden Gesichter der Grundschüler in der Manege gingen ans Herz, ihre Leistungen sorgten auf den Rängen für Jubelstürme - und die haben sich die jungen Artisten absolut verdient. Als in der letzten Nummer des Nachmittags Grundschulmädchen in pink-weißen Gymnastikanzügen am Trapez ohne Sicherung in vier bis fünf Metern Höhe durch die Zirkuskuppel schweben, ist endgültig klar: Was hier im Rahmen der Zirkus-Projektwoche erarbeitet wurde, ist so außergewöhnlich und besonders, dass keines der Kinder es wohl jemals vergessen wird.

Die Schulgemeinschaft vom Buscher Holzweg feiert mit dem Zirkusprojekt und einer Feier, zu der gestern Abend viele Gäste in die Manege kamen, ein 40-jähriges Jubiläum: 1975 wurde das neue Gebäude der Grundschule für Verberg und Traar in Betrieb genommen.

Vorfinanziert wurde die Zirkuswoche mit Hilfe des Fördervereins. Doch ein Großteil der Kosten wird, so der Fördervereinsvorsitzende Stephan Siebold, durch den Verkauf der Eintrittskarten und die Verköstigungsstände wieder hereinkommen. Viele Eltern haben mitgeholfen - beim Aufstellen des großen Zirkuszeltes, beim Catering, bei der Organisation. Schulleiterin Birgit Meierkamp spricht von "unzähligen Doodle-Listen" und lacht. Konrektorin Emily Carr hat die Woche im Vorfeld geplant, natürlich waren das gesamte Kollegium und die Mitarbeiter des Ganztags voll eingespannt, um die Kinder während des Zirkusprojekts zu begleiten.

Am ersten Projekttag wurden zunächst die Kinder befragt, welche Rolle im Zirkus sie übernehmen wollten. "Jedes Kind konnte sich drei Sachen aussuchen, zum Beispiel, ob es Clown, Artist oder Jongleur werden wollte. Die Zirkus-Mitarbeiter haben die Kinder dann in eine der entsprechenden Gruppen eingeteilt und drei Tage geprobt", berichtet Meierkamp.

Aber zurück zur Vorstellung und den stürmisch bejubelten Auftritten: Einen furiosen Auftakt mit teils schwierigen Hebefiguren zeigte eine Gruppe von Artistinnen.

Zu Walzermusik ging es dann poetisch weiter: Die "Blumenkinder" traten mit handzahmen Tauben auf. Ein Clown, eine Gruppe von Jongleuren mit einer spektakulären Nummer mit leuchtenden Bällen und phosphoreszierenden Kostümen im verdunkelten Zelt, die "Sieben Zwerge" mit ihrer hinreißend komischen Tramponlinshow und schließlich entzückende Bauchtänzerinnen und mutige Fakire auf echten Nagelbrettern begeisterten vor der Pausenunterbrechung. Ponys, Ziegen und viel bayrisches Flair sorgten nach der Pause für gute Laune auf den Rängen, bevor die "Alten Akrobaten" in lustigen blau-weißen Ringelshirts humorvolle Akrobatik zeigten.

Dann gab es erneut Lacher für die Clowns und schließlich die atemberaubende Vorstellung der Trapezmädchen hoch in der Zirkuskuppel - Stolz und angespannte Konzentration waren deutlich in den Gesichtern zu lesen.

Es war ein großartiger Abschluss für einen grandiosen Nachmittag. Heute geht es weiter mit zwei weiteren Vorstellungen, für die es noch einige wenige Restkarten gibt.

Quelle: RP
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