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Krefeld
Grundstein für Wohnstätte-Neubau gelegt

Krefeld. An der Ecke Peters- und Neue Linner Straße legten Auftraggeber und -nehmer gestern den zweiten Grundstein. Der Erste war dort 1903 für die Kunstgewerbeschule eingemauert worden, wie Architekt Dieter Blocher in Erinnerung rief. Von Jochen Lenzen

Dieter Blocher vom Architekturbüro "Blocher Blocher Partners" aus Stuttgart übertrieb sicher nicht, als er sich gestern bei der Grundsteinlegung für das neue Verwaltungsgebäude der Wohnstätte AG an der Ecke Peters- und Neue Linner Straße für Auftrag und das Vertrauen bedankte: "Wir dürfen hier einen beispielhaften Beitrag zur örtlichen Baukultur leisten und Einfluss auf die städtebauliche Entwicklung in sensibler Innenstadtlage nehmen." Sein Büro werde unter Einbeziehung der alten Fassade "gegenüber dem expressiven Behnisch-Haus ein ruhiges Gegenstück mit eigenständigem, eher klassischem Erscheinungsbild" errichten.

Aus der Tiefe der Baugrube sprach neben Blocher auch Jürgen Wettingfeld als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Wohnstätte per Mikrofon zu den gut zwei Dutzend Gästen, die die Zeremonie oben auf der Petersstraße verfolgten. Er lobte das Engagement der AG für "eine wirtschaftliche Dynamik, von der Krefelder Unternehmen aktuell sowie der Einzelhandel und die Bürger zukünftig durch die Belebung der City profitieren".

Alle 80 Mitarbeiter inklusive sechs Auszubildende werden voraussichtlich im Frühjahr 2017 von der Königstraße in die vier Etagen des neuen Gebäudes einziehen. Auch die dezentralen Mitarbeiter, die in ihren Außenbüros vor Ort tätig bleiben, werden außerdem an der Petersstraße Büros vorfinden. Im Staffelgeschoss entstehen hochwertige Wohnungen.

Architekt Blocher ging in seiner Rede auch auf die Historie des Bauplatzes ein und verwies auf das Jahr 1903, als dort schon einmal ein Grundstein für eine Ausbildungsstätte für künstlerische Berufe gelegt wurde: "Ob das Haus nun - wie in den Anfangstagen - als Handwerker- und Kunstgewerbeschule Crefeld, erste Werkkunstschule Deutschlands oder, wie zuletzt, als Teil der Hochschule Niederrhein firmierte - immer ging es um die Frage, wie ästhetische und funktionale, aber auch ökologisch-ökonomische Prinzipien unseren Alltag durchdringen."

Alsdann griffen Bürgermeisterin Gisela Klaer, Wohnstätte-Vorstand Thomas Siegert, die beiden Redner und Wohnstätte-Prokurist Dirk Leuchtenberger zu Mörtel und Hammer, um den Grundstein in Form einer Kapsel mit dem jüngsten Jahresbericht der AG, einer Mieterzeitschrift, einem Euro-Münzsatz, einer Krefeld-Krawatte und einem USB-Stick mit den Plänen des Neubaus einzumauern.

Bis zur Fertigstellung des Neubaus werden die Lkw für die Versorgung der Baustelle über Markt- und Petersstraße an- und über die Neue Linner Straße und den Ostwall abfahren. Stärker wird dieser Verkehr, wenn ab der zweiten Februarhälfte auch der Tiefbauarbeiten an der benachbarten Baustelle für die so genannte Ostwall-Passage beginnen.

Quelle: RP
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