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Krefeld
Günter "Lupus" Wolff im Alter von 70 Jahren gestorben

Krefeld. Der Krefelder mit Leib und Seele engagierte sich in Politik und Wirtschaft, in Sport und Brauchtum. Von Jochen Lenzen

In der Nacht zu Montag ist Günter "Lupus" Wolff im Alter von 70 Jahren gestorben. Von 1994 bis 2009 war der Krefelder für die CDU Mitglied des Krefelder Stadtrats und Vorsitzender des Planungsausschusses sowie Sprecher im Bauausschuss. Der Kaufmann war als Seiteneinsteiger in die Politik gekommen und sorgte dort in seiner offenen, engagierten Art für frischen Wind. 2003 wurde Günter Wolff neben Winfried Schittges und Gregor Kathstede als Kandidat für die Nachfolge von Dieter Pützhofen als Oberbürgermeister gehandelt.

"Den Flächennutzungsplan und zahlreiche Bebauungspläne, die für die Entwicklung des Wohn- und Wirtschaftsstandorts Krefeld von Bedeutung waren und sind, hat Günter Wolff maßgeblich mitgestaltet und damit wichtige Beiträge zur Gestaltung unserer Stadt geleistet. Dabei lag ihm ganz besonders die Entwicklung der Krefelder Innenstadt, wo er lebte und arbeitete, besonders am Herzen", erinnert Fraktionsvorsitzender Philibert Reuters an den Kommunalpolitiker. Nach seinem Ausscheiden aus dem Stadtrat wurde Günter Wolff für seine Verdienste mit der Stadtmünze in Gold geehrt.

Als Präsident des heutigen Rennclubs hat Günter Wolff ein Stück Sportgeschichte der Stadt mitgeschrieben: 1997 hatte er mit anderen Krefeldern nach Auflösung des Vorgängervereins den heutigen Rennclub gegründet und für die Wiederaufnahme des Rennbetriebs gesorgt, nachdem die Galopprennbahn im Stadtwald zuvor restauriert worden war. Bis 2005 hatte er dieses Amt inne und stand auch danach dem Krefelder Rennclub noch als Vorstand des Verwaltungsrats zur Verfügung.

Ab Mitte der 90er Jahre etablierte Günter Wolff, der auch Vorsitzender der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung war, als geschäftsführender Gesellschafter der Haug-West Messe- und Veranstaltungsgesellschaft die "Rheinische Landesausstellung" auf dem Sprödentalplatz, wo die Verbrauchermesse bis 2013 stattfand.

Auch als Hobby-Musiker machte sich Lupus Wolff in Krefeld und Umgebung einen Namen. Lange Jahre spielte er als Posaunist in der beliebten Band der Basin Street Jazzmen. Außerdem engagierte er sich im Kaneval.

1980 fungierte der spätere Doctor humoris causa mit seiner ersten Frau als Lupus I. und Esta I. als Krefelder Prinzenpaar und arbeitete später als Vorstandsmitglied und Vorsitzender im Festkomitee Krefelder Karneval.

Quelle: RP
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