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Krefeld
Gutachter: Balkenhol-Skulptur "kein Sicherheitsrisiko"

Krefeld. Im Kulturausschuss erklärte ein Fachgutachter, die Holzskulptur auf der Helios-Klinik sei "substanziell in Ordnung". Von Christine van Delden

Der Zustand der Balkenhol-Skulptur auf dem Dach des Gebäudes der Neuro- und Herzchirurgie des Helios-Klinikums, war erneut Thema im Kultur- und Denkmalausschuss der Stadt. Wie von unserer Redaktion berichtet, hatte Gerda Schnell von der SPD-Fraktion den Ausschuss darauf aufmerksam gemacht, dass die Holz-Skulptur des Künstlers Stephan Balkenhol nach 20 Jahren dringend gewartet und gegebenenfalls restauriert werden müsste.

Die etwa drei Meter hohe Skulptur aus Libanonzedernholz steht seit 1995 an ihrem Standort auf der Dachkante des Gebäudes. Christian Förster, Regionalleiter Bau und Technik der Helios-Kliniken, berichtete dem Ausschuss anhand einer Fotodokumentation über den Pflegezustand des Kunstwerks. Er bezog sich speziell auf zwei Untersuchungen, die 2005 und 2014 durchgeführt wurden. Darüber hinaus betonte er, dass die Haustechnik im Turnus von drei Jahren einer Sicherheitskontrolle durch eine "optische Inaugenscheinnahme" unterzogen würde; dazu gehöre auch die Kunst.

2005 wurde die Skulptur demnach einer fachgutachterlichen Untersuchung durch einen Holzgutachter unterzogen, der das Kunstwerk aus der Nähe begutachtet hat. Er bescheinigte dem Klinikum, dass das Kunstwerk "substanziell in Ordnung" sei. Die Verwitterung sei nicht zu leugnen, die Standfestigkeit sei aber gegeben. Im vergangenen Jahr war das gesamte Haus eingerüstet gewesen, das gab die Chance einer nochmaligen Inaugenscheinnahme der Skulptur aus der Nähe.

Durchgeführt hat die Untersuchung ein sachkundiger Kollege von Christian Förster, ein Meister des Baugewerbes, der seine Arbeit auch fotodokumentiert hat. Maßgeblich lag sein Augenmerk auf der Standfestigkeit der Figur. Er hat dem Klinikum testiert, dass das Holz nach wie vor in Ordnung ist. Des Weiteren hat er die Sockelkonstruktion überprüft, die unbedingt wichtig für die Standfestigkeit der Konstruktion ist. Sie ist fachgerecht durchgeführt, der "monolithische Holzsockel" der Figur ist ordnungsgemäß mit Edelstahlschrauben verankert, erklärte er. Die Bänder, mit denen der Sockel gehalten wird, seien intakt. Aufgrund des exponierten Standortes sei die Figur sehr gut belüftet, was sich darin äußert, dass sich keine Moos- oder Algenbildung zeigt. Förster geht davon aus, dass es "überhaupt keine Bedenken" gebe, "dass die Standfestigkeit des Kunstwerkes gefährdet ist" und er sieht momentan keinen weiteren Handlungsbedarf.

Gerda Schnell sah ihre Anfrage weitgehend befriedigend beantwortet, bittet aber um eine Rücksprache mit dem Künstler Professor Balkenhol, der eine Wartung seiner Holzskulpturen im Turnus von zwei Jahren empfiehlt.

Quelle: RP
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