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Krefeld
Hafen-Betriebe sind im Verein organisiert

Krefeld: Hafen-Betriebe sind im Verein organisiert
Die "Industrie-Vereinigung Krefeld-Uerdingen und Rheinhafen" umschreibt bereits im Namen, welche Mitglieder sich in dem eingetragenen Verein organisiert haben. Im Jahr 1919 feiert die Vereinigung ihr 100-jähriges Bestehen. FOTO: Thomas lammertz
Krefeld. Auf eine lange Tradition kann die Industrie-Vereinigung Krefeld-Uerdingen und Rheinhafen zurückblicken. In zwei Jahren feiert sie ihr hundertjähriges Bestehen. Edmund ter Meer war von 1919 bis 1931 der erste Vorsitzende. Von Bianca Treffer

Als sich am 6. Juni 1919 einige industrielle Familienunternehmen unter dem Namen "Verein der Industriellen Uerdingen" zusammenschlossen, konnte wohl keiner der Herren ahnen, dass sich daraus knapp 100 Jahre später ein Komplex entwickelt hat, der gut 40 Firmen mit mehr als 4500 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro umfasst. Der erste Vorsitzende war bis 1931 der Geheime Kommerzienrat Dr. Edmund ter Meer - der Begründer der Vorläufer-Firma des späteren Bayer-Weltkonzerns.

"Bei der Gründung war es wohl eher so, dass die Fabrikanten, der am Rheinufer gelegenen Firmen, Freude daran hatten, sich regelmäßig zu treffen und auszutauschen, wobei der Aspekt, dass man gemeinsam mehr erreichen kann natürlich gegeben war", berichtete der Vorsitzende Frank Dreisörner. Die Geschichte der Industrie-Vereinigung ist bewegt und brachte sogar eine Auflösung des Vereins mit sich. Im Jahr 1935 mussten die örtlichen Industrieverbände in die Bezirksgruppen der Reichsgruppe Industrie überführt werden. Es folgte eine entsprechende Liquidation und die Löschung im Vereinsregister.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg ging es jedoch weiter. Es folgte eine erneute Anmeldung. Unter der laufenden Nummer zwölf ging es ab dem 16. Februar 1948 im Vereinsregister des Amtsgerichts Uerdingen weiter. Mit einer Neufassung der Satzung im März des Jahre 1957 schloss sich eine Namensänderung an. Ab diesem Datum trug der Verein den Namen "Industrie-Vereinigung Krefeld-Uerdingen und Rheinhafen".

Der Nummer zwölf im Vereinsregister konnte man nicht treu bleiben, da eine Übertragung vom Amtsgerichtsbezirk Krefeld-Uerdingen an das Amtsgericht Krefeld anstand. Seit dem 27. November läuft der Verein unter der Nummer 1035, wobei sich das Verbandsgebiet ab April 1989 auf Krefeld-Bockum ausgedehnt hat. Gemeinsam für die Region lautet das heutige Ziel. Die Industrie-Vereinigung ist dabei eine Interessenvertretung von Unternehmen im östlichen Raum Krefelds, wobei die Palette der Mitglieder von der Industrie über das Gewerbe bis hin zu den Dienstleistungen reicht. Die Chemie ist neben dem Stahlhandel genauso anzutreffen wie Landmaschinen, Düngemittel, Speditionen und das Baugewerbe. Es zählen kleinere Unternehmen mit gerade einmal fünf Mitarbeitern wie auch große Konzerne mit weit über 1000 Mitarbeitern zu den Mitgliedern. "Die Interessenvertretung gegenüber Dritten ist heute das große Ziel der Industrie-Vereinigung", sagt dessen Geschäftsführer Dr. Christian Schmidt. In Sachen Feinstaub Hafen nahm man so an den Gesprächen bei der Bezirksregierung in Düsseldorf teil. Im ständigen Einsatz ist die Vereinigung für eine gute Hafenanbindung. Ein weiteres aktuelles Thema ist das Hafensicherheitskonzept. Kommunikation ist dabei alles. Einmal im Jahr steht die Mitgliederversammlung an. Dazu kommt in der Regel ein weiterer gemeinsamer Abend mit einem informativen Vortrag eines eigens eingeladenen Dozenten. Der Arbeitsausschuss, bestehend aus acht Repräsentanten der verschiedenen Mitgliedsfirmen, trifft sich zudem jährlich dreimal. "Wir haben schon etliche Dinge betreffend die Infrastruktur erreicht. Es gibt dank unserer Zusammenarbeit Kooperationen von Firmen in der Ausbildung und wir arbeiten ständig an der Verbesserung des Images der Industrie als solche und an der Erhöhung der Attraktivität unseres Standortes", sagt Schmidt.

Quelle: RP
 
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