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Krefeld
Hafenring: Die Sorgen des Bürgervereins

Krefeld: Hafenring: Die Sorgen des Bürgervereins
Gregor Roosen, Vorsitzender des Bürgervereins, und sein Vorstandskollege Kurt Hartwich beklagen unter anderem, dass auf dem Heidbergsweg in Höhe des Friedhofs statt bisher Tempo 30 nun 50 km/h zulässig sind. FOTO: T. Lammertz
Krefeld. Die Gellep-Stratumer begrüßen den Ausbau des Hafenrings und die Ansiedlung weiterer Unternehmen, befürchten aber Belastungen durch Lkw-Verkehr, insbesondere beim Parken. Ein Infoabend am Dienstag, 3. November, soll Fragen klären. Von Carola Puvogel

Der Bürgerverein Gellep-Stratum macht sich Sorgen: Zwei weitere große Logistik-Unternehmen investieren derzeit am Wendebecken des Krefelder Hafens. Während die Investitionen an sich begrüßt werden, gebe es über die entstehenden Verkehre und damit über die zu erwartenden Belastungen für den Stadtteil aber bis jetzt keine fundierten Aussagen. Um Aufschluss zu gewinnen, lädt der Verein für den 3. November zu einem Informationsabend mit den Hafen-Geschäftsführern ein. "Wir hoffen, weitergehende Informationen zu den beiden Großunternehmen und zu den verkehrlichen Belastungen für unseren Ortsteil zu erhalten", sagt Gregor Roosen, Vorsitzender des Bürgervereins. Er und sein Vorstandskollege Kurt Hartwich haben etliche Punkte auf der Agenda.

Einer davon ist der schlechte Zustand eines Teils des so genannten Hafenrings. "Zwar sind einige Kilometer ja saniert und vor kurzem per Festakt eröffnet worden. Aber ein Ring ist ein Ring - und ein Großteil davon ist in katastrophalem Zustand", sagt Hartwich. "Ich fühle mich ein bisschen an die DDR erinnert: Vorn wird ein Band vorm neuen Plattenbau zerschnitten, aber dahinter bricht im Grunde alles zusammen." Mit diesem krassen Vergleich will Hartwich auf den schlechten Zustand der Düsseldorfer-, der Fegetesch- und der Hafenstraße hinweisen. "Eine Vorstandskollegin hat sich tatsächlich im letzten Jahr auf der Düsseldorfer Straße in einem Schlagloch eine Felge zerschmettert." Zudem sei der kombinierte Fahrrad- und Fußweg mit 1,50 Meter viel zu schmal und total kaputt. Für radelnde Schulkinder auf dem Weg zur weiterführenden Schule eine Gefahr. Die Probleme seien seit vielen Jahren bekannt.

Zum anderen sei das wilde Parken auf dem Hafenring im Bereich des Friedhofs weiterhin ein Problem. "Mit den neuen Ansiedlungen entsteht Lieferverkehr. Viele Lkw kommen nachts an, können nicht aufs Gelände und müssen dann irgendwo stehen. Parkflächen gibt es aber nicht. Das heißt, dass die Lkw zum Beispiel beim Friedhof auf dem Seitenstreifen stehen", berichtet Roosen. Er sorgt sich auch, dass Lkw-Anlieferverkehr am Ende in Wohngebieten nach Stellflächen suchen wird. Die Firma Thyssen habe auf ihrem Gelände Aufstellflächen eingerichtet, dasselbe müsse von den neuen Logistikern auch gefordert werden.

Auch mit der Parksituation auf dem neu gestalteten Friedhofsparkplatz gebe es Probleme. "Vom Gestalterischen her sieht es dort jetzt ganz gut aus. Aber es sind viele Parkplätze weggefallen, Bürger haben sich bei uns beklagt, dass sie an den Wochenenden keine Parkplätze finden", berichtet Roosen. Das könne auch daran liegen, dass Besucher der nahegelegenen Hunde-Freilauffläche den Friedhofsparkplatz nutzen. Außerdem sind Roosen und Hartwich darüber unzufrieden, dass auf dem Heidbergsweg auf Höhe des Friedhofs seit kurzem Tempo 50 und nicht, wie zuvor, Tempo 30 gilt. Die Stadt erklärt das so: "Vor der Sanierung gab es an diesem Stück des Heidbergsweg nur auf der Nordseite einen Fuß- und Radweg. Wer also zum Friedhof wollte, musste dort die Straße queren. Weil dort viele Lkw verkehren, stellte die Stadt dort ein Tempo-30-Schild auf. Nach der vollständigen Sanierung des Heidbergswegs existieren jetzt Fuß- und Radwege auf beiden Seiten der Straße. Außerdem gibt es in Höhe des Friedhofseingangs zusätzlich eine Querungshilfe durch eine Fußgängerinsel. Eine zusätzliche Tempobeschränkung in Friedhofsnähe erscheint nicht notwendig, zumal die mittige Verkehrsinsel auch optisch als Tempobremse wegen der Durchfahrtsenge wirkt."

Quelle: RP
 
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