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Krefeld
Handel: FDP will Entwicklung der Innenstadt beraten

Krefeld. Politik soll die Aktualisierung des Gutachtens von Juncker und Kruse aus dem Jahr 2010 beschließen

Nach sechs Jahren hält die FDP es für erforderlich, dass im Jahr 2010 veröffentlichte Einzelhandelsgutachten für die Stadt Krefeld zu aktualisieren. Für die nächste Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Stadtsanierung haben die Freien Demokraten beantragt, über eine Überprüfung der Expertise von Juncker und Kruse zur Entwicklung der Krefelder Innenstadt zu beraten und gegebenenfalls deren Aktualisierung zu beschließen.

Die FDP-Fraktion greift mit ihrem Antrag einen Vorschlag des Vereins Haus und Grund Krefeld auf. Der Geschäftsführer, Michael Heß, hatte angeregt, das seinerzeit von der Stadt in Auftrag gegebene Gutachten des Gutachterbüros Juncker und Kruse in Dortmund zu überprüfen und "an die Realität anzupassen".

Der Verein sieht deutliche Veränderungen bei den Einkaufsbereichen. So seien 2010 als wesentliche Einkaufs- und somit Einzelhandelsachsen der Krefelder Innenstadt die Hochstraße, die Rheinstraße, die Königstraße, die Marktstraße und die Neusser Straße benannt. Hier bedürfe es zweifellos einiger Korrekturen. Denn jenseits des damals definierten Hauptgeschäftsbereichs entstehe (auf der nördlichen Seite der St.-Anton-Straße) im Zuge des Neubaus der ehemaligen Sparkasse Friedrichstraße eine durchaus bedeutsame Einzelhandelsansiedlung. Außerdem werde das Einkaufszentrum Schwanenmarkt ganz erheblich erweitert.

Zudem hätten sich mittlerweile zwei sich ganz selbstständig voneinander entwickelnde Hauptgeschäftsbereiche im Norden und im Süden der Krefelder Innenstadt herauskristallisiert: ein eher hochpreisiger Einkaufsbereich von der St.-Anton-Straße bis etwa Höhe Neumarkt/Kaufhof und ein zweiter im Bereich zwischen Südwall und Hansastraße mit der starken Achse Neusser Straße. Hier werden eher niedrigpreisige Angebote vorgehalten. "Der Bereich zwischen Südwall und Neumarkt ist in Sachen Einzelhandelsbesatz mittlerweile schon fast verwaist", so der Geschäftsführer von Haus und Grund Krefeld, Michael Heß.

Von Interesse sei auch, so die FDP, wie sich das beabsichtigte Parkraumkonzept auf den Einzelhandel in der Krefelder Innenstadt auswirken könnte. "Wichtig für uns ist, dass der Einzelhandel in der Krefelder Innenstadt auch weiterhin für den Individualverkehr erreichbar bleibt.

(sti)
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