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Krefeld
Haus Schönhausen: Stadt ist sich keiner Schuld bewusst

Krefeld. Die Stadtverwaltung will sich nicht zum Sündenbock dafür machen lassen, dass Haus Schönhausen nicht als Kindertagespflege genutzt wird. Das Denkmal steht für 1,2 Millionen Euro zum Verkauf. Eigentümer Gerald Wagener hat nach Informationen unserer Redaktion nach sechsmonatiger Planungszeit sein Vorhaben gestoppt, dort Kinder der Beschäftigten der Firma Fressnapf betreuen zu lassen. Die Stadt informierte auf Anfrage, dass "die städtische Fachabteilung im Fachbereich Jugendhilfe lediglich aus pädagogischer Sicht zu den Plänen Stellung bezogen habe, drei Großtagespflegestellen mit insgesamt 27 Plätzen im Haus Schönhausen einzurichten.

"Die Hinweise sind Empfehlungen auf der Grundlage von Erfahrungen. Dabei wurde auch erläutert, dass in den Räumen im Obergeschoss nur Kinder über zwei Jahren untergebracht werden können, was natürlich im Zusammenhang mit Brandschutz zu sehen ist", berichtete Stadtsprecherin Angelika Peters. Dass darüber jedoch die Bauaufsicht zu entscheiden habe, sei in den Gesprächen stets mitgeteilt worden. Bauordnungs- und Denkmalfragen müssten von den entsprechenden Fachbereichen geprüft und genehmigt werden.

"Ein Bauantrag ist beim Fachbereich Bauaufsicht nicht eingegangen, es gab dort lediglich ergebnisoffene Vorgespräche. Insoweit fand auch keine baurechtliche Überprüfung statt", betonte die Sprecherin.

(sti)
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