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Krefeld
Hausbauer bei Spiel ohne Ranzen

Krefeld: Hausbauer bei Spiel ohne Ranzen
Die halbe Fußballjugend vom Verein KTSV Preußen Krefeld macht beim Hausbauen im Stadtwald mit. FOTO: Lothar Strücken
Krefeld. Der Sommerspielplatz ist gestartet: Ein großes Holzhaus soll wieder entstehen.

Ein fertiges Häuschen in sieben Tagen? So manch einem würde alleine schon der Gedanke daran den Schweiß auf die Stirn treiben, aber Betreuter Thomas Hauser sieht völlig entspannt aus. Bewaffnet mit Hammer und Nägeln steht er inmitten einer Kinderhorde, darunter seine eigenen Kinder Tom (7) und Nichlas (12), die gemeinsam mit der halben Fußballjugend vom Verein KTSV Preußen Krefeld unter ohrenbetäubendem Lärm auf dem Holzspielplatz zimmern.

Die Truppe ist altersgemischt (zwischen sieben und zwölf Jahren alt) und kommt schon seit Jahren auf den Stadtwaldspielplatz zum "Spiel ohne Ranzen", der wohl abwechslungsreichsten Ferienaktion im Rheinland. Und da auch immer mit einem konkreten Anlaufziel: der Bauecke. Denn in den sieben Tagen, in denen Spiel ohne Ranzen stattfindet, entsteht hier ein kleines Holzhaus mit Veranda, Treppen, Terrasse, Tischen und Stühlen. "Sogar angemalt wird es gegen Ende noch", sagt Hauser. Er selbst ist schon im fünften Jahr dabei, anfänglich mit wenigen Kindern, dann wurden es auf Grund des hohen Spaßfaktors immer mehr jungen Fans.

Ein paar hundert Meter weiter bekommt die vierjährige Hanna einen schwarzen Helm aufgesetzt und wartet schon sehnsüchtig auf "Lukas". Er ist ein Welsh-Pony und wird mit Hanna auf dem Rücken eine Runde um die Zelte drehen. "Letztes Jahr hatte sie noch Angst, die ist jetzt aber verschwunden", freut sich Mutter Nathalia. Die Kinderkirche der Christengemeinde ist eine von vielen weiteren Vereinen, die Aktionen anbieten und wenn eine Vorstellungspause ist, kommen die zwei Vierbeiner von Corinna Kahles aus Kempen zum Einsatz; so auch wieder nächsten Samstag von 11.30 Uhr bis 17 Uhr.

Auch die fünfjährige Frida steuert ihre Mutter Monika Fontanin unentwegt munter zwischen Puppentheater und Druckwerkstatt hin- und wieder zurück, während Henri (8) mit seinem Freund Constantin (7) das Terrain eigenständig erkundet. "Hier zu sein ist immer wieder ein schöner Start in die Ferien", sagt Fontanin, und ergänzt: "Ich finde es bemerkenswert, was die vielen Ehrenamtlichen und die Vereine immer wieder für die Besucher auf die Beine stellen."

Immerhin waren es am Eröffnungstag alleine rund 400 Kinder, die die Angebote genutzt haben. "Und wir haben ja erst um 14 Uhr angefangen", sagt Kerstin Jensen, Vorsitzende des Arbeitskreises Krefelder Frauenverbände, die es mit dem Vorstand gemeinsam geschafft hat, den Sommerspielplatz erfolgreich weiterzuführen. "Ein paar hundert Kakaos sind schon weg", sagt sie lachend. In den kommenden Tagen werden es wohl um einige mehr werden: das gute Wetter soll anhalten. Eine tolle Nachricht für Helfer und Kinder.

(tine)
 
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