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Krefeld
"Himalaya AG" hat 500. Wandertag im Visier

Krefeld: "Himalaya AG" hat 500. Wandertag im Visier
In Gruppen bis zu 15 Personen geht es alle 14 Tage bei jedem Wetter zu Wanderungen in die nähere und weitere Umgebung. Die jährliche Wochentour kann sich bis zu einer Länge von 180 Kilometer erstrecken. FOTO: HAG
Krefeld. Jeden zweiten Sonntag unternehmen wanderfreudige Krefelder aus einem Kreis von 50 Personen in kleineren Gruppen Ausflüge in einem Radius bis zu 150 Kilometern. Dazu kommt jedes Jahr eine einwöchige Streckentour in ganz Deutschland. Von Jochen Lenzen

Es fing mit der Suche nach interessierten Wanderfreunden per Kleinanzeige an, die die Uerdinger Karl-Heinz und Monika Eiberg im April 2002 aufgegeben hatten. Eine Woche später startete in Nideggen die erste Wanderung zu dritt. Heute rekrutieren sich die Gruppen der "Himalaya AG", die sich jeden zweiten Sonntag in unterschiedlichen Stärken treffen, aus einem Kreis von etwa vier Dutzend Wanderern - Selbstständige, Lehrer, Techniker, Angestellte - im Alter zwischen 50 bis 70 Jahren. Gerade haben die 15 Wanderführer der nicht als Verein eingetragenen Gemeinschaft ihr neues Programm für 2016 zusammengestellt und damit ihren 500. Wandertag im Visier.

"Nachdem wir durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf bis zu 30 Personen bei den Wanderungen angewachsen waren, hat sich vor einigen Jahren eine Gruppe abgespalten", berichtet Karl-Heinz Eiberg, der als Hauptorganisator fungiert und von zwei Wanderfreundinnen in der Schreibarbeit und bei den Finanzen unterstützt wird. "Durch die Menge der Teilnehmer wurden die Wanderungen einigen zu unpersönlich; außerdem gab es nicht geringe Probleme beim Einkehren mit so vielen Leuten." Heute wandert die "Himalaya AG", die sich diesen Fernziel-Namen mit einem Augenzwinkern gegeben hat, immer mit zehn bis 15 Personen.

"Die meisten Kameraden sehen es als Vorteil an, dass bei den Terminen kein Zwang zur Teilnahme besteht, und jeder nach Lust und Laune mitwandern kann", sagt Monika Eiberg. Außerdem komme es so nicht zu unerwünschten Cliquenbildungen. Allerdings haben etliche Wanderfreunde ein Alter erreicht, in dem sie nicht mehr längere Strecken bewältigen können. "Deshalb suchen wir jetzt neue, jüngere Interessenten, die Spaß an der Natur und an Bewegung in der frischen Luft haben", sagen die beiden 61-Jährigen.

Einmal im Jahr unternimmt die Gruppe eine einwöchige Streckenwanderung sowie je eine nächtliche Glühwürmchen-Wanderung im Hülser Bruch, eine Radtour und eine Paddeltour über die Niers. Die Wochenwanderungen führen immer über rund 150 Kilometer. "Wir sind beispielsweise schon über den Rothaar-, den Rhein- und den Hexensteig im Harz gewandert. Die längste Wanderung führte uns acht Tage lang 185 Kilometer über den Querweg im Schwarzwald, die alte Handelsroute von Freiburg bis Konstanz. Am spektakulärsten war die Streckenwanderung mit acht Kameraden durch das Elbsandsteingebirge in diesem Jahr", erzählt Karl-Heinz Eiberg.

Die Tageswanderungen jeden zweiten Sonntag führen in der näheren Umgebung durch das Hülser Bruch, über und rund um den Egels- oder den Örmter Berg - und zwar bei jedem Wetter (außer bei Sturm) und nie unter zwölf Kilometern. Weitere Anfahren führen in die Eifel, ins Bergische Land oder auch ins Hohe Venn. Dabei geht es in Fahrgemeinschaften per Pkw zu den Wanderpfaden, die die Naturfreunde oft selbst "zusammenbasteln", wie Eiberg formuliert. Dafür unternehmen die Organisatoren auch Vortouren, damit man sich nicht verläuft und auch passende Einkehrstationen findet. Per Eisenbahn sei es sonntags bei eingeschränktem Bahnbetrieb schwierig, das Wandergebiet zu erreichen. "Wir haben per Bahn einmal zweieinhalb Stunden gebraucht, um nach Witten zu kommen."

Nach dem Programm 2016 zeichnet sich der 500. Wandertag für das Jahresende ab. Anlässlich dieser stolzen Zahl hat die "Himalaya AG" neben der Wochenwanderung über den Harz im Juli zusätzlich ein Wanderwochenende rund um Heimbach im Mai sowie die Teilnahme am Marathon-Wandertag mit Übernachtung in Bad Endbach bei Marburg im November vorgesehen.

Interessierte "Nachwuchswanderer" können sich unter Telefon 02151-1543669 bei Karl-Heinz Eiberg melden und auch das Programm 2016 anfordern.

Quelle: RP
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