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Krefeld
Hochschule: Erstmals eine Frau als Verwaltungschefin

Krefeld. Der nicht-wissenschaftliche Bereich der Hochschule Niederrhein wird künftig erstmals von einer Frau geführt: Bibiana Kemner ist von einer Wahlversammlung aus Hochschulrat und Senat zur neuen Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung gewählt worden. Die 52-jährige Juristin tritt am 1. August die Nachfolge von Kurt Kühr an, der im Sommer 2015 sein Amt abgegeben hat. Auf Kühr folgte interimistisch Wolfgang Mülders, der die Amtsgeschäfte bis zum 31. Juli 2016 weiterführt.

Bibiana Kemner kommt von der Hochschule Rhein-Waal, wo sie zwei Jahre als Kanzlerin fungierte. Zuvor war sie Referatsleiterin im Düsseldorfer Ministerium für Wissenschaft und Forschung (MIWF), wo sie seit 1994 in verschiedenen Positionen tätig war. Die gebürtige Recklinghäuserin beendete 1989 ihr Studium der Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach ihrem Referendariat im juristischen Vorbereitungsdienst war sie 1994 Richterin am Landgericht Dortmund, bevor sie ihre Tätigkeit als Regierungsrätin am Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW begann. Kemner war außerdem als nationale Expertin bei der EU-Kommission in Brüssel und direkt vor ihrem Wechsel zur Hochschule Rhein-Waal für das Zulassungsrecht in NRW zuständig. Die Mutter von drei Kindern ist zudem ehrenamtliche Richterin am Landessozialgericht.

Zusammen mit Präsident Hans-Hennig von Grünberg sowie den Vizepräsidenten Prof. Dr. Berthold Stegemerten (Studium und Lehre) und Prof. Dr. Dr. Alexander Prange (Forschung und Transfer) bildet sie das Präsidium der Hochschule Niederrhein. Sie ist für sechs Jahre gewählt. Als Vizepräsidentin für Wirtschafts- und Personalverwaltung ist sie die Vorgesetzte von rund 340 nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitern, die die Verwaltung der Hochschule ausmachen.

"Ich freue mich, die Entwicklung einer der größten Fachhochschulen der Bundesrepublik aktiv mitgestalten zu können", sagte Kemner nach ihrer Wahl. "Wir befinden uns in einer Zeit des Wandels. Globalisierung, Digitalisierung und demographische Entwicklung fordern von allen Angehörigen der Hochschule - Studierenden, Lehrenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - eine hohe Flexibilität. Ich möchte mit der Verwaltung den dafür notwendigen Service leisten."

Quelle: RP
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