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Krefeld
Hochschulstudie: Krefelder Haushalt auf wackligen Beinen

Krefeld. Vorbehalte der Industrie- und Handelskammer in Sachen städtische Finanzpolitik stützt eine neue Studie der Hochschule Niederrhein: Sie empfiehlt der Stadtverwaltung Krefeld, bei der Haushaltsplanung nachzubessern. Auf Basis der Analyse haben IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz und Vizepräsident Elmar te Neues eine Stellungnahme an Oberbürgermeister Frank Meyer geschickt. Das eingeplante Polster für das Jahr 2020 sei zu dünn, meint Professor Harald Schoelen, Finanzwissenschaftler der Hochschule Niederrhein. "Die Stadt ist zu abhängig von nicht zu beeinflussenden Faktoren wie dem Flüchtlingszuzug, etwaigen konjunkturellen Schwankungen und der Zinsentwicklung." Die Studie offenbare die Problemlage des Krefelder Etats. Die mittelfristige Haushaltsplanung gehe davon aus, dass zwischen 2015 und 2019 knapp 144 Millionen Euro an Eigenkapital verbraucht würden. Für 2020 prognostiziere die Stadt ein Plus von zwei Millionen Euro.

Probleme gebe es insbesondere auf der Ausgabenseite. So sollen die Transferaufwendungen nach den Prognosen der Stadt 2019 mit 303 Millionen Euro um 27 Prozent über dem Wert von 2014 (239 Millionen Euro) liegen. Schoelen befürchtet, dass wieder Diskussionen zur Steuererhöhung anstehen, sobald eingeplante Einsparungen nicht realisiert werden. "Die Wirtschaft trägt bisher die Hauptlast des Konsolidierungskonzepts", sagt Steinmetz.

(sti)
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