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Krefeld
Hohe Auszeichnung für Fischelns Schützen-Chef

Krefeld. Beim Finale des Schützenfests erhielt Vorsitzender und König Klaus Weichert das Silberne BHDS-Verdienstkreuz.

Der Sekundenzeiger sprang auf 22 Uhr, als am letzten Tag des Fischelner Schützenfests der letzte Akkord der Nationalhymne im Zelt verhallte. Oberstleutnant Peter Stratmann badete förmlich im Applaus, der nicht nur den Spielfreunden Uerdingen und dem Blasorchester des TV Jahn Bockum, sondern auch dem Kommandeur selbst galt. Nach rund zwei Jahrzehnten hatte er seinen letzten Zapfenstreich in Fischeln mit Perfektion geleitet.

Für seine Arbeit in den vergangenen Jahren dankte die Bürger-Schützen-Gesellschaft Klaus Weichert nicht nur als Schützenkönig, sondern auch als Vorsitzendem. Der erhielt - völlig überrascht - für seine Verdienste insbesondere um die Schützenjugend von Bezirksbundesmeister Mike Kunze das Silberne Verdienstkreuz des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS).

In seiner königlichen Abschlussrede dankte Klaus Weichert den Schützen, durch deren Engagement seine Regentschaft ihm besonders leicht gefallen sei. Er schrieb aber auch Politik und Verwaltung ins Stammbuch, welche Bedeutung die Bürger-Schützengesellschaft für den Stadtteil habe, denn hier sei der einzelne Schütze eben keine Nummer, sondern ein Individuum, das in ein stabiles soziales Netz eingebunden sei. Im Gegenzug sei ihm völlig unverständlich, mit welchen Restriktionen ein Verein, der unter großen Mühen für Tausende ein friedliches Fest auf die Beine stelle, mittlerweile wegen eines einzelnen Anwohners leben müsse.

Verabschiedet wurde nach mehr als 45 Jahren auch Schirmherr Jochen Wierichs. Der König des Jahres 1970 hatte seither seine Hand über die Gesellschaft gehalten und sich nun aus Altersgründen zurückgezogen. Die Schützen überreichten ihm zwei Lithographie-Steine. Über Geschenke in Form eines "hohen vierstelligen Betrages" freuten sich der Werbering Fischeln für seinen Einsatz um die Gestaltung des Ortszentrums und Nancy Gaspar vom Kinderzentrum Stups. Sie bedankte sich auch dafür, dass die Kinder auf Einladung der Schützen einen "wundervollen Tag" auf dem Fest verbringen konnten.

Wie anziehend das Fischelner Schützenwesen ist, bewies vor allem Schützenbruder Wilfried Arden, der zwar an den Rollstuhl gefesselt ist, aber bei jedem Umzug mitzog. Auch Karl Heinz Berrisch, Hermann Janssens und Josef Fahnenbruck legten mit 65 beziehungsweise 60 Jahren Mitgliedschaft Zeugnis davon ab.

(miku)
 
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