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Krefeld
Horkesgath-Schüler entwickeln App für Stolpersteine

Krefeld. Grundlage war eine Smartphone-App, die das Land NRW mit "Bildungspartner" zur Verfügung gestellt hat,

Schüler der Klasse 9 d der Realschule Horkesgath haben eine Smartphone-App entwickelt, die die Möglichkeit bietet, sich auf digitaler Ebene mit den Ereignissen des Nationalsozialismus in Krefeld zu befassen. Die App ermöglicht interaktive Schnitzeljagden und Rallyes, die von den unterschiedlichsten Personen organisiert und von diesen der App hinzugefügt wurden. Die Schüler haben die App im Rahmen einer Projektwoche entwickelt.

Die "biparcours-App" ist ein kostenloses Angebot der vom Land getragenen Plattform "Bildungspartner NRW". Die App wurde speziell für den Einsatz in Bildungseinrichtungen entwickelt. Als ein multimediales Lernwerkzeug ermöglicht es die App, multimediale Inhalte einfach mit bestimmten Wegpunkten zu verknüpfen und so einen Bildungsparcours zu erstellen.

Die Horkesgath-Realschüler beschäftigten sich mit Stolpersteinen, die im südlichen Teil der Krefelder Innenstadt verteilt zu finden sind. Jeder Stolperstein steht für ein menschliches Schicksal aus der Zeit des Nationalsozialismus, an das auf diese Weise erinnert werden soll. Die Schüler befassten sich vier Tage lang intensiv mit dem Thema, begaben sich zu den Stolpersteinen und reinigten sie. Außerdem sammelten sie Informationen zu den Personen, denen die Stolpersteine gewidmet wurden. Dabei gingen jeweils zwei Schüler auf eine Person ein. Zur Recherche besuchten sie die NS-Dokumentationsstelle Villa Merländer, mit der die Schule Horkesgath seit einem Jahr kooperiert. Unterstützung bekamen sie dabei von deren Leiterin Ingrid Schupetta. Abschließend fügten die Schüler ihre selbst zusammengestellte Rallye der "biparcour-App" hinzu.

Ihr Parcours startet an der Villa Merländer an der Friedrich-Ebert-Straße und endet an der Kölner Straße. Insgesamt ist die Strecke fünf Kilometer lang und dauert knapp 180 Minuten. Die Teilnehmer müssen bei jedem Stolperstein Halt machen und Fragen beantworten. Dazu müssen sie zuvor die Biografien der jeweiligen Personen durchlesen. Für jede richtige Antwort erhält der Teilnehmer 100 Punkte, insgesamt kann er 1300 Punkte sammeln. "Alle Informationen zu den Personen haben die Schüler selbst gesammelt, die Biografien wurden auch von ihnen geschrieben. Wir Lehrer haben nur Korrektur gelesen und Hilfestellung bei der Aufnahme der Rallye in die App geleistet", betont Lehrer Matthias Schierbrand. Zusammen mit Dirk Zielinski betreute er das Projekt.

(VL/vo)
 
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