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Krefeld
Hüls: Der Plan zur Kirmesplatz-Sanierung

Krefeld: Hüls: Der Plan zur Kirmesplatz-Sanierung
Der Plan für die Sanierung des Kirmesplatzes mit Verbreiterung der Straße Auf dem Graben wurde Mittwochabend bei einer Bürger-Info vorgestellt: Oben ist in Orange der Neubau anstelle der ehemaligen Feuerwache eingezeichnet. FOTO: lez
Krefeld. 82 markierte Pkw-Stellplätze und eine verbreiterte Straße Auf dem Graben sieht der Plan für den jetzt noch hässlichen Platz vor der ehemaligen Feuerwache vor. In dem Zusammenhang muss auch die Altlastenfrage geklärt werden. Von Jochen Lenzen

Auf Beschluss der Bezirksvertretung soll der Kirmesplatz - auch Kirmesmarkt genannt - vor der ehemaligen Feuerwache im Hülser Ortskern saniert werden. Bisher parken die Autos auf den dortigen, unbefestigten Schotterflächen noch ungeordnet, wodurch nicht selten Parkraum vergeudet wird. Am Mittwochabend stellten Planungsamtsleiter Norbert Hudde und Bezirksvorsteher Hans Butzen den Plan bei einer Informationsveranstaltung im Rathaus gut 40 interessierten Bürgern vor.

Auf dem Platz mit einer Ein- und einer Ausfahrt entstehen demnach 82 Pkw-Stellplätze, darunter zwei für gehbehinderte Autofahrer. Weitere fünf Stellplätze bleiben auf dem kleinen westlichen Vorplatz erhalten. Dort werden auch Bügel zum Abstellen von 26 Fahrrädern installiert. Unterhalb der dortigen Treppe sind Ladenstationen für Elektro-Räder und -Autos vorgesehen.

Auf beiden Seiten der schmalen Straße Auf dem Graben werden je zwei Meter breite Gehsteige angelegt. Dafür muss die Fläche des Kirmesplatzes zwischen Kreuz- und Bruckersche Straße "versetzt" werden. Das wiederum bedeutet, dass die Mauern, die den etwas höher liegenden Platz stützen, abgerissen und vier Meter weiter nördlich neu errichtet werden, und dass die drei jungen Bäume am Vorplatz sowie vier ältere Bäume entlang dem Graben gefällt werden müssen. Als Ersatz werden zwei neue Bäume gepflanzt; der Baum an der Ecke Graben/Bruckersche Straße bleibt stehen. Entlang der Bruckerschen Straße wird ein zusätzlicher Baum gepflanzt. Der Baum am westlichen Platzrand soll erhalten bleiben. Es wird geprüft, ob die drei erwähnten jungen Bäume versetzt werden können.

40.000 Euro sind für die Planung und 300.000 für die Herstellung des Platzes bereitgestellt, erklärte Butzen. Ob dieses Geld ausreicht, hängt wesentlich mit den Altlasten unter dem Platz ab. Dort hat vor dem Krieg über viele Jahrzehnte eine Gerberei gestanden. Probebohrungen sollen Aufschluss über Art und Umfang der belastenden Stoffe geben. Zumindest muss die Fläche mit einer besonderern Deckschicht abgedichtet werden, damit Regenwasser kein belastetes Material ins Grundwasser spülen kann. Sollten größere Mengen Altlasten fachgerecht entsorgt werden müssen, gilt es, dafür Zuschüsse zu requirieren.

Auf Nachfragen der Bürger erklärten Butzen und Hudde unter anderem, dass der Abriss der ehemaligen Feuerwache und der Neubau des geplanten Wohn- und Geschäfts-/Bürohauses mit einer tiefer eingeschobenen Stellplatzebene vor der Sanierung des Kirmesplatzes vorgesehen sind.

Einige Anlieger befürchten, dass durch die Neugestaltung des Platzes die Stellplätze wegfallen, die sie und ihre Besucher bisher ohne die geltende Zwei-Stunden-Parkscheibenregelung nutzen können. Laut Butzen soll diese Frage ebenso geprüft werden, wie die Möglichkeit, auf dem Platz eine Bushaltestelle einzurichten, die die jetzige Haltestelle vor Netto überflüssig macht. Ein Anlieger der Bruckerschen Straße bat für die Ecke Auf dem Graben um Markierung der Rechts-vor-Links-Regel, weil "viele Autofahrer mit 70 und 80 km(h über die Bruckersche Straße rasen".

Auf die Frage einer Anliegerin der Straße Auf dem Graben erklärte Martin Lothmann vom Tiefbauamt, dass die Anlieger nach dem Kommunalen Abgabengesetz für die neue Straße zu 70 und für die neuen Gehwege zu 30 Prozent an den Baukosten beteiligt werden.

Quelle: RP
 
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