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Krefeld
Hülser Feuerwache - eine "Punktlandung"

Krefeld: Das ist die neue Feuerwache
Krefeld: Das ist die neue Feuerwache FOTO: Lammertz, Thomas
Krefeld. Begleitet von der Kapelle der KG Nette stölle Jonges zog der Hülser Löschzug vor die Halle des neuen Hülser Feuerwehrgerätehauses. Löschzugführer Joachim Klein meldete: "Der Zug der Hülser Feuerwehr zur Übernahme des neuen Feuerwehrhauses vollständig angetreten", und Oberbürgermeister Gregor Kathstede antwortete zackig: "Willkommen im eigenen Heim!" Von Otmar Sprothen

Für 2,88 Millionen Euro sind an der Straße Den Ham auf dem 5400 Quadratmeter großen Grundstück eine neue knapp 600 Quadratmeter große sechstorige Wagenhalle und auf zwei Geschossen rund 740 Quadratmeter Büro-, Besprechungs-, Technik- und Sanitärräume entstanden. "Funktionalität und ansprechendes Design haben einen echten Hingucker geschaffen", lobte der OB den pfeilspitzenartigen markanten Bau am Ortseingang von Hüls, der in der Feuerwehrfarbe Rot und den Farben Stahlgrau und Weiß durchgängig gehalten ist.

Für das Architektenbüro Kempen & Kleinheyer übergab Bettina Kempen den Hausschlüssel: "Wir haben eine Punktlandung gemacht. Die Qualität des Baus ist gut gelungen und der Zeitplan wurde eingehalten." Den meisten Beifall erhielt von der anwesenden Politprominenz für ihre Feststellung, dass die Kosten im Rahmen des Baubudgets geblieben seien. Dies verdanke der Bau dem außerordentlichen Einsatz des Fachbereichs Gebäudemanagement. Das als geschwungener Halbkreis angelegte Grundstück habe eigentlich einen unmöglichen Zuschnitt. Erst die intensive und sachbezogene Zusammenarbeit aller Beteiligten habe ein Ergebnis erbracht, das für den Löschzug Hüls wie ein neuer Maßanzug wirke. "Jedes Gebäude hat eine Botschaft. Das Besondere unterscheidet sich vom Gewöhnlichen nur durch Details", sagte Kempen, die das Gebäude geplant hat. In Absprache mit dem Hülser Löschzug konnte die Fahrzeughalle in kostensparender Skelettbauweise errichtet werden. Mit dem eingesparten Geld konnten die Sozialräume hochwertiger ausgestattet werden. Den Katastrophenschutz-Beauftragten Hans Popperl nannte Kempen einen Dolmetscher, der "fließend Architekt - Feuerwehr und Feuerwehr - Architekt" beherrschte" und wenn es hakte, immer zur Stelle war.

Bezirksvertreter Philibert Reuters sprach seine Hoffnung aus, dass auf dem Hülser Feuerwehrhaus ein Segen liegen würde, denn es sei auf Kirchengrund gebaut. Für die Vermittlung bei der Bereitstellung des Grundstücks dankte er dem Hülser Pfarrer Paul Jansen. "Hüls ist schon ein eigene Welt", erinnerte sich Kempen. "Als wir auf einer Sitzung der Bezirksvertretung das Modell des neuen Feuerwehrhauses vorstellten, erregten sich die Gemüter an der Gestaltung der sechs Rolltore, die wir abweichend vom Gewohnten mit langgestreckten Fensterschlitzen versehen wollten. Schließlich beendete Bezirksvertreter Hans Butzen die Diskussion mit dem Wunsch: "Machen se dat doch einfach schön."

Krefeld: Feuerwehrfest auf Burg Linn FOTO: Lothar Strücken
Quelle: RP
 
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