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Krefeld
Hülser Politik gegen Netto-Erweiterung

Krefeld. Einstimmig lehnten die Bezirksvertreter die von der Bauverwaltung befürwortete Vergrößerung der Verkaufsfläche von 664 auf 1000 Quadratmeter ab. Von Jochen Lenzen

Einstimmig hat die Bezirksvertretung Hüls in ihrer jüngsten Sitzung den einleitenden Beschluss - und demzufolge auch die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit - für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan 735 zwecks Erweiterung des Netto-Markts am Hülser Mühlenweg abgelehnt. Der Vorhabenträger beantragt eine Erweiterung des Markts von derzeit 664 auf 1000 Quadratmeter Verkaufsfläche inklusive Backshop. Nach geltendem Planrecht liegt die Obergrenze bei 799 Quadratmetern. Die Bauverwaltung und der Arbeitskreis Controlling des Zentrenkonzepts stehen dem Antrag auf 1000 Quadratmeter zustimmend gegenüber, nachdem sie zuvor eine Erweiterung auf 1300 Quadratmeter abgelehnt hatten.

Die Hülser CDU hatte, wie berichtet, bereits Bedenken angemeldet, die Fraktionssprecher Timo Kühn am Dienstagabend noch einmal bekräftigte: "Wir sehen durch die Erweiterung eine Gefahr für die Hülser Einzelhändler." Insbesondere bestehe für den Backshop angesichts der bestehenden Bäckereien in Hüls kein Bedarf. Dagegen sei ein Getränkemarkt im Bereich Mühlenweg wünschenswert - Sichtweisen, die auch von der SPD und den Grünen - der FDP-Vertreter war für die Sitzung entschuldigt - geteilt wurden.

Einstimmig wie die Ablehnung der Netto-Erweiterung fiel auch der Beschluss für einen Getränkemarkt aus: Die Bezirksvertretung beauftragte die die Verwaltung, mögliche - oder auch bekannte Standorte (Stichwort "Tröpfchenmarkt") festzustellen und zu prüfen, wie in diesem Bereich Planungs- und Baurecht für einen Getränkemarkt geschaffen werden kann.

Quelle: RP
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