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Krefeld
Hülser Spürnasen auf Entführer-Suche

Krefeld: Hülser Spürnasen auf Entführer-Suche
Im Zelt mit dem Chemie-Labor finden die Detektive Kasimir, Claire und Tabatha heraus, warum beim Spurensuchen im Dunkeln die Kerzen immer wieder ausgegangen sind. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Bei den fünftägigen Ferienspielen im Burgpark geht es diesmal um einen Kriminalfall: Die Wetterfee des Hülser Kinder-TV-Studios ist verschwunden. Bei den Detektivarbeiten helfen extra eingerichtete Labors für Chemie und Physik. Von Jochen Lenzen

Aus dem Hülser Kinderfernseh-Studio im Burgpark ist die Wetterfee entführt worden. Und da müssen sich die Mädchen und Jungen bei den Hülser Ferienspielen auf die Suche nach Motiv und Täter machen. Seit Anfang der Woche sind die Detektive - ausgerüstet mit Ausweis, Fingerabdruckpulver, Stempelkissen und Lupe - unter dem Motto "Hülser Spürnasen" bei der Arbeit und haben noch bis morgen Zeit, den Kriminalfall zu lösen.

Ausgedacht hat sich die durchgängige Spielidee das "Roter-Faden-Team" aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Arbeitskreis für bessere Spielbedingungen der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Hüls. Sage und schreibe 80 Jugendliche und Erwachsene sind jeden Tag im Burgpark, um den Kindern - bis morgen werden es insgesamt um 450 bis 500 gewesen sein - bei der Detektivarbeit zu helfen und sie bei anderen Aktivitäten zu betreuen.

In der archäologischen Station können die Kinder mit Betreuerhilfe Scherben säubern und zusammensetzen, die sie ausgegraben haben. FOTO: Lammertz Thomas

Auch eine echte Professorin der Hochschule Niederrhein hat sich zur Verfügung gestellt, um den Spürnasen bei der Auswertung ihrer gefundenen Spuren im extra eingerichteten Chemie-Labor zu helfen. So hat man aufgrund von Fingerabdruck-Analysen eindeutig feststellen können, dass die Eltern als Entführer der Wetterfee nicht infrage kommen. "Sie waren zuerst verdächtigt worden, weil ihr mutmaßliches Motiv das schöne Wetter war und die Kinder deshalb lieber draußen spielten, statt ihre Zimmer aufzuräumen", erklärten Kerstin Benaid, die Leiterin des Roter-Faden-Teams, und Jochen Scheller vom Jugendzentrum "Türmchen".

Inzwischen wurde nach einen anonymen Zeugenhinweis ein Zettel mit einem Hilferuf gefunden, geschrieben mit schwarzem Filzstift. Tatsächlich fanden die Spürnasen fünf solcher Exemplare. Nun wird mittels Papierchromatographie im Physik-Labor untersucht, mit welchem Stift geschrieben wurde, damit man den Zeugen identifizieren kann, der in dem Fall weiterhelfen soll. Eine XY-Sendung im Hülser Kinder-TV - unterbrochen von Spiele- und Tanzshows - hält alle Kinder laufend auf dem Stand der Ermittlungen. Die Detektive sind zuversichtlich, den Fall bis morgen gelöst zu haben, denn gestern haben sie während eines Fitnesstrainings noch eine schwarze Perücke gefunden . . ..

Das Detektivspiel ist aber noch längst nicht alles, womit sich die Kinder bei den Ferienspielen beschäftigen können. In 22 Zelten haben sie Möglichkeiten, Holz zu bearbeiten, Porzellan zu bemalen, Schleuderbilder zu erstellen oder in der archäologischen Station Tonscherben zu säubern und zusammenzusetzen, die sie zuvor ausgegraben haben.

Zur Stärkung gibt es Gelegenheit zum Stockbrotbacken und - erstmals - ein reines Kinderrestaurant, in dem die Mädchen und Jungen mithelfen, Gemüse, Obst und Saft zuzubereiten. Tee, Waffeln, Kaffee und Kuchen ergänzen das kulinarische Angebot.

Heute Abend steht übrigens ein Krimi-Ball auf dem Programm - mit einer gespielten Geschichte und Wahlen zum Ball-König und zur Ball-Königin.

Quelle: RP
 
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